"Kill Your Friends" auf Lesereise

Autor John Niven liest gemeinsam mit Bernd Begemann
"Kill Your Friends" heißt der Roman von John Niven. Darin zeichnet er ein Bild der Musikindustrie, das aus Sex, Drogen und erstaunlich wenig Rock´n´Roll besteht. Anfang Mai ist der englische Autor, der selbst als A&R bei einer Majorfirma gearbeitet hat, auf Lesereise.

Steven Stelfox ist ein Unsympath. Als A&R einer großen Plattenfirma verbringt er seine Zeit damit, Geld, das ihm nicht gehört, mit Koks und Nutten durchzubringen und zugleich einen echten Hit zu landen. Schließlich will man die Karriereleiter ein Stückchen höher klettern. Als all seine Bemühungen, "rechtschaffen" nach oben zu kommen, nichts fruchten, greift Steven zu drastischen Mitteln und bringt seine Konkurrenten unter die Erde.

John Niven versucht sich mit seinem Roman am "American Psycho" der Musikindustrie. Das Bild, das er zeichnet ist düster: Verarschungen sind ebenso an der Tagesordnung wie unmenschliches Verhalten. Und dass die Musikindustrie sich schon immer darauf verstanden hat, aus Scheiße Geld zu machen, kann sich das Buch auch nicht als wirklich neue Erkenntnis ankreiden. Trotzdem liest man das Buch wie Bret Easton Ellis Roman "American Psycho" immer weiter. Wieso? Weil man die ganze Zeit damit beschäftigt ist zu erraten, mit welcher Band sich Stelfox gerade wieder das Hirn wegschnieft? Vielleicht bringt die Lesereise neue Erkenntnisse, begleitet wird Niven dabei von Bernd Begemann, der aus der deutschen Übersetzung lesen wird. "Kill Your Friends" ist im Heyne-Verlag erschienen.

Temine:

06.05.08 Berlin, Roter Salon
07.05.08 München, Substanz
08.05.08 Köln, Museum Ludwig

Florian Schneider / Tonspion.de

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