Kulturstaatsministerin Weiss will CD-Preise senken

Die deutsche Regierung kann nicht nur Steuern erhöhen, wie Kulturstaatsministerin Weiss offenbar beweisen will. Einen Vorschlag ihres französischen Amtskollegen, die Steuern auf CDs zu senken bezeichnete sie vor einigen Tagen als "sehr nützlich". Nun will sie sich auf europäischer Ebene dafür einsetzen - zur Freude von Musikindustrie und Kunden.

Die Phonowirtschaft setzt sich bereits seit langem für eine Senkung der Steuern auf CDs ein. Denn während für Bücher und Kulturgüter allgemein nur 7 Prozent Mehrwertsteuer bezahlt werden müssen, werden CDs nach wie vor mit dem normalen Steuersatz von 16 Prozent belegt. "Ich wäre auch dafür, dass CDs als Kunst angesehen werden.", so Weiss zu ihrer Forderung. Der Geschäftsführer des deutschen Phonoverbands Zombik begrüßte den Vorstoß der Staatsministerin in Brüssel: "Die bisherige steuerliche Ungleichbehandlung von Büchern und CDs ist einfach ungerecht und durch nichts zu rechtfertigen. Insofern ist es längst überfällig, dass dieses Thema auf die politische Tagesordnung kommt. Die anhaltende steuerliche Diskriminierung des Kulturgutes `Tonträger` muss endlich beseitigt werden." (Quelle: musikwoche.de) (ur)

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