Länger surfen, mehr bezahlen?

2010: 36% aller Inhalte kostenpflichtig
Die soeben veröffentlichte Studie „Deutschland Online 2“ dürfte für Freude in der Online-Musikwirtschaft sorgen – schließlich prophezeit das Werk, dass die Deutschen mehr Zeit im Netz verbringen und dafür auch mehr Geld ausgeben werden.

Es geht voran ? dieses Motto der Neuen Deutschen Welle scheinen sich auch die Autoren der Studie Deutschland Online 2 zu Herzen genommen haben. Die Studie sagt vor allen Dingen eins voraus: Wachstum, Wachstum, Wachstum.

Steil nach oben gehen soll zum Beispiel die Zahl der Breitband-Internetzugänge in Deutschland. Während heute nur rund 4,2 Millionen aller Deutschen mit DSL und ähnlichem im Netz unterwegs sind, soll es 2010 bereits 17 Millionen derartiger Anschlüsse geben. Diese Breitband-Surfer sollen dann im Durchschnitt rund 118 Minuten pro Tag im Netz verbringen. Heute liegt diese Zahl noch bei 40 Minuten.

Freuen dürfen sich laut Deutschland Online 2 auch die Anbieter kostenpflichtiger Internet-Angebote. 36 Prozent aller konsumierten Inhalte sollen 2010 etwas kosten. Angeblich liegt diese Zahl auch heute schon bei 16 Prozent.

Wundern sollte man sich über diese Ergebnisse nicht allzu sehr. Für die Studie wurden 136 ausgesuchte Experten befragt, die großenteils aus der Wirtschaft selbst stammen. Zu den Autoren der Studie gehört zudem der Telekom-Vorstandsvorsitzende Rainer Beaujean und der Sony BMG-Vorstandsvorsitzende Rolf Schmidt-Holz. Gute Branchenaussichten sind sowohl für die Befragten als auch die Autoren gewissermaßen eine Herzensangelegenheit.

Um so interessanter sind deshalb jene Ergebnisse, die auf Meinungsverschiedenheiten zwischen den Branchenvertretern hindeuten. So erklärten laut Telekom 50 Prozent aller Content-Experten, dass ?der traditionelle Musik-Groß- und Einzelhandel aufgrund der Breitband-Musikdistribution bis 2010 an Bedeutung verlieren? werde. (jr)

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