Led Zeppelin spielen erstes Konzert seit 28 Jahren

Gefeierte Reunion der legendären Band in London

In Zeiten, in denen echte Stars immer weniger werden, haben Comebacks verdienter Helden Hochkonjunktur. Led Zeppelin haben gestern in London ihr erstes Konzert seit 1979 gespielt und Kritiker wie Publikum begeistert.

Manche mögen es bedauern: mit Beginn des Internet-Zeitalters ist die Zeit der Mega-Stars endgültig vorbei. Statt in nur wenigen Medien, die alle aufs gleiche Pferd setzen, findet Musik im Internet überall statt. Angesichts der riesigen Bandbreite von Musik, die im Netz spielt, ist es wohl auch unmöglich, dass eine Band so zur Legende wird, wie Led Zeppelin.

Aber das ist natürlich nur die halbe Wahrheit.

Kongeniale Paarungen wie McCartney-Lennon, Jagger-Richards oder eben Plant-Page gibt es eben auch nicht alle Jahre. Selbst mit seinen 60 Jahren habe Robert Plant immer noch eine fast außerirdische Stimme, so berichten Ohrenzeugen zu denen auch Musiker wie Oasis, Arctic Monkeys, Paul McCartney und Dave Grohl zählten. Und auch Jimmy Page lief gestern offenbar zur Hochform auf und zeigte einmal mehr, warum seit über 30 Jahren Heerscharen von Hobby-Gitarristen seine Riffs nachspielen. Die Begeisterung über das Comeback einer der unverwechselbarsten Bands der Rockgeschichte ließ die Times zum Statement hinreißen, es habe sich um "die Mutter aller Band-Revivals" gehandelt. Der NME bescheinigt Led Zep eine "storming show" abgeliefert zu haben.

Im Laufe des Konzerts spielten sie sich durch all ihre Klassiker von "Whole Lotta Love" über "Kashmir" bis "Stairway To Heaven". Die Band trat fast in Originalbesetzung auf, lediglich der 1980 verstorbene Drummer John Bonham, den viele nach wie vor für einen der besten Schlagzeuger aller Zeiten halten, wurde von seinem Sohn Jason offenbar adäquat ersetzt. Das Tribute-Konzert wurde zu Ehren des verstorbenen Gründers von Atlantic Records Ahmet Ertegun gespielt.

20 000 Menschen waren Zeugen des Comebacks, das also um einiges glanzvoller verlief, als ein Kurz-Auftritt beim Live-Aid-Konzert 1985, dessen Veröffentlichung auf DVD die Band später untersagte, da sie mit der Qualität selbst nicht zufrieden war. Am Schlagzeug damals: Phil Collins.

Udo Raaf / Tonspion.de

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