Listen.com hat die Lizenz zum Hören

Als erster unabhängiger Online-Anbieter hat es die amerikanische Musikplattform Listen.com geschafft, Lizenzen aller fünf großen Plattenfirmen für sein kostenpflichtiges Musikangebot Rhapsody zu erhalten. Viele andere Firmen sind an diesem Vorhaben zuvor gescheitert.

Mit Rhapsody will Listen.com Marktführer in Sachen kostenpflichtiger Musiktankstellen werden. Ein erster wichtiger Schritt ist jetzt getan, indem man auf Material aller großen Plattenfirmen zugreifen kann. Zuguterletzt hat jetzt Universal Music eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die Major-Plattenfirmen wollten bisher das Geschäft immer selbst machen und haben sich deshalb schwer getan, entsprechende Verträge mit externen Firmen zu unterschreiben. Selbst Bertelsmanns ehrgeiziges Großprojekt Napster ist bisher genau daran gescheitert.

Listen.com hatte im vergangenen Jahr seinen kostenpflichtigen Streaming-Dienst Rhapsody gestartet, der momentan allerdings nur von den USA aus nutzbar ist. Hervorgegangen ist Listen.com übrigens aus einem großen MP3 Guide, vergleichbar mit dem Tonspion. Dieser Dienst wurde inzwischen komplett in Rhapsody integriert.

Bereits früh wandte sich das 70 Mann starke Unternehmen aus San Francisco hin zu Musikabos in Zusammenarbeit mit der Musikindustrie, für die das ein erster ernstzunehmender Test für die Zukunft des Online Musikvertriebs werden könnte. Schnelle Verfügbarkeit, hochwertige Qualität und zusätzliche Informationen und Angebote könnten dafür sorgen, dass man den diversen MP3 Tauschbörsen möglicherweise auch bald etwas entgegenzusetzen hat. (ur)

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