Marktforscher: Downloads retten die Musikindustrie

Zugegeben: auch Marktforschungsstudien haben ihre Lücken. Doch was Forrester Research in einer Studie mit 1000 Teilnehmern herausgefunden hat, sollte sich die Musikindustrie einmal genauer ansehen. Denn Downloads könnten der Weg aus der Krise sein.

Nach den Untersuchungen des Marktforschungsinstituts gibt es keinen Zusammenhang zwischen den Umsatzeinbrüchen in der Musikindustrie und Downloads aus dem Internet. Vielmehr seien hauptsächlich die allgemeine Wirtschaftslage und konkurrierende neue Medien wie DVD und Videospiele verantwortlich für sinkende Verkaufszahlen von CDs.

Nach Einschätzung von Forrester Research werden Bezahl-Services für Downloads aus dem Internet im Jahre 2004 für einen deutlichen Aufschwung im Musikmarkt sorgen, vorausgesetzt es wird bis dahin entsprechende Angebote im Netz geben. In fünf Jahren könnten bereits 39% aller Singles über das Internet abgesetzt werden.
Bei der Befragung von 1000 Menschen wurde zudem herausgefunden, dass die potenziellen Kunden von Online-Bezahl-Services erwarten, dass man die Musik auf jedem beliebigen Speichermedium nutzen kann und der Zugang von überall aus möglich ist. Damit erteilen die Befragten geschlossenen Systemen, wie es in Deutschland zum Beispiel der Plattenmulti Universal mit popfile.de seit Neuestem versucht, eine klare Absage. Zudem müsse man Musik aller Plattenfirmen bei so einem Angebot auffinden können.

Sobald es solche nutzerfreundlichen Online-Services geben wird, sieht Forrester rosige Zeiten auf die Musikbranche zukommen. Und damit auch für die Online-Musikszene. Schließlich sind diejenigen, die jetzt schon regelmäßig Musik aus dem Internet herunterladen, ob aus legalen oder illegalen Quellen, für 36 % der gesamten CD Verkäufe verantwortlich.
Ein Interview zum Thema mit Forrester-Analyst Josh Bernoff kann man sich auf der Homepage des Instituts anschauen.

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