Microsoft installiert heimlich Kopierschutz-Software

Microsoft mal wieder. Kaum sind die unangenehmen Meldungen über die seltsamen Methoden von Microsoft weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden, haben sie`s wieder getan. Laut Spiegel.de installiert Microsoft über seinen Mediaplayer gleich ein automatisches Installationsprogramm, mit dem man die Musik- und Softwarenutzung der unwissenden User beliebig steuern und manipulieren kann.

Natürlich geschieht all das unter dem Deckmäntelchen des Digital Rights Management. Damit die bösen User zukünftig nicht mehr unerlaubt gerippte Dateien an ihrem Computer abspielen können, installiert Microsoft mit einem Media Player Patch gleich noch entsprechende Programme, die das zukünftig unterbinden sollen. Nicht nur das, es wird sogar angekündigt, dass man andere Software automatisch abschalten will. Damit könnte man zum Beispiel sämtliche Filesharing-Applikationen oder andere Media Player einfach so funktionsuntüchtig machen.
Der User gibt sein blindes Einverständnis, in dem er die Microsoft Software installiert, obwohl er damit im Kleingedruckten Microsoft quasi einen Freibrief einräumt, seinen PC nach Belieben zu kontrollieren und zu verändern. Dass die rechtlichen Hinweise bei den unzähligen Software-Installationen faktisch nie gelesen werden, das weiss auch Microsoft nur zu gut. Umso wichtiger das Kleingedruckte hier noch einmal in Ruhe nachzulesen:

"You agree that in order to protect the integrity of content and software protected by digital rights management (`Secure Content`), Microsoft may provide security related updates to the OS Components that will be automatically downloaded onto your computer. These security related updates may disable your ability to copy and/or play Secure Content and use other software on your computer. If we provide such a security update, we will use reasonable efforts to post notices on a web site explaining the update."

Immerhin, die User werden also auf irgendeiner Website über die jeweiligen Updates des heimischen PC informiert. Wer`s liest wird selig.
Mit dieser Methode will sich Microsoft offenbar in altbekannter Art und Weise eine Monopolstellung aufbauen und die weniger kontrollsüchtige Konkurrenz aus dem Feld schlagen.

Den ausführlichen Artikel zur skandalösen Vorgehensweise des Gates-Konzerns gibt`s bei Spiegel.de.

Wer sicher gehen will, dass ein MP3 Player nur das tut, was man will, nämlich Musik abspielen, der de-installiert den Media Player und vertraut einem Open Source MP3 Player wie zum Beispiel Winamp. (ur)

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