Microsoft startet Streamingdienst "Groove"

Der Nächste bitte!

Das dürften sie ja dann fast alle gewesen sein. Mit Microsoft macht der nächste Big Player Ende Juli mit seinem hauseigenen Streamingdienst "Groove" von sich reden. So ganz neu ist der Dienst allerdings nicht.

Foto: Microsoft

Kaum hat sich die Aufregung um Apple Music ein wenig gelegt, Taylor Swift sich zur Jeanne d'Arc des Musikbusiness aufgeschwungen und die Indie-Labels dem geänderten Deal doch zugestimmt, kommt jetzt Microsoft um die Ecke und will auch ein Stück vom großen Streamingkuchen abgreifen.

Zwang Taylor Swift Apple Music in die Knie oder war doch alles nur groß angelegte PR?!

"Groove" soll am 29. Juli launchen und ist der Nachfolger von Xbox Music, also nur ein neuer Name. Schickes Gadget im Vergleich zu den anderen Anbietern: Statt sich ganz oldschool mit Tastatur und Maus durch den Musikkatalog zu navigieren, lässt sich Groove mittels Gestensteuerung lenken. Notwendig? Oh Gott nein. Sieht auch sicherlich ein wenig affig aus. Aber irgendwie muss man sich ja vom Rest abgrenzen.

Die Tools unterscheiden sich hingegen kaum von anderen Anbietern. Mit dem kostenpflichtigen Monatsabo hat der User Zugriff auf etwa 40 Millionen Songs und kann auch selbst Mp3s oder Songs aus iTunes importieren. Für alle die bereits im Besitz eines Xbox-Music-Pass sind ändert sich nichts. Der wird einfach automatisch zum Groove-Music-Pass.

So wirklich "neu" ist Groove somit nicht. Microsoft verspricht aber allen Usern, die auch mit dem Cloudangebot One Drive arbeiten, eine simplere Handhabung. Mit der Namensänderung will Microsoft dem Trugschluss vorbeugen, dass Nutzer für den Streamingdienst zwingend eine Xbox brauchen. Damit haben die wichtigsten Betriebssysteme von Google, Apple und Microsoft einen integrierten Streamingdienst. Der Kampf und die Musikfans als zahlende Abonnenten hat erst begonnen.

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