Microsoft unterstützt Tauschbörsen

Geldverdienen und unbegrenztes Wachstum steht für ein Unternehmen wie Microsoft mit Abstand an erster Stelle. Das wird in der vielgleisigen Geschäftspolitik des Software-Giganten deutlich. Neben der Schaffung eines kopiergeschützten Audio-Standards für die ratlose Musikindustrie macht der Gates-Konzern nun auch in Filesharing und bezahlt die Tauschbörse KaZaa für Werbung in Sachen Media Player.

Alle Mittel sind recht, um den Windows Media Player unters Volk zu bringen. Neben der standardmäßigen Installation auf allen neuen Betriebssystemen von Windows, wird der vielseitige Audio- und Videoplayer von Microsoft nun auch in den so beliebten P2P-Tauschbörsen feilgeboten. Dazu werden im Fasttrack-Netzwerk, auf das KaZaa zugreift, Videotrailer aus Hollywood bereitgestellt. Lädt sich der Benutzer diese Files herunter, wird automatisch nach einem Update für den Media Player 9 gesucht und heruntergeladen.
Und Microsoft lässt für diese Marketing-Akton was springen. Jeder Download bringt Bares für die Betreiber der Tauschbörsen, denen die Microsoft-Kunden aus der Plattenindustrie wiederum den Kampf angesagt haben.
Die merkwürdige Doppelstrategie verteidigt man bei Microsoft mit dem Argument, dass die Digital Rights Management Funktionen des neuen Players und die hauseigenen Formate .WMA und .WMV schon bald dafür sorgen würden, dass illegale Kopien und ungeschützte Downloads über die Filesharing Netzwerke immer weiter zurück gehen werden. Spätestens dann, wenn Microsoft auch im Entertainmentbereich eine Quasi-Monopolstellung durchgesetzt hat. Und daran wird derzeit offensichtlich hart gearbeitet in Redmond. Und das mit freundlicher Unterstützung der US-Entertainmentindustrie und deren Erzfeinden, den KaZaa-Betreibern von Sharman Networks.(ur)

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