Microsoft vs. Apple: MSN bietet jetzt ebenfalls einen Downloadshop

Microsoft ist mit dem MSN Music Service in das Download-Geschäft eingestiegen. Allerdings handelt es sich dabei vorerst noch um eine Beta- bzw. Preview-Version. Der MSN Music Service tritt somit in den direkten Vergleich mit iTunes. Der Konkurrenzkampf zwischen Apple und Microsoft hat sich damit auch auf den Online-Musikmarkt ausgedehnt.

Microsofts Vorstoß beschränkt sich vorerst nur auf den amerikanischen Raum: 500.000 Songs von rund 3.000 verschiedenen Labels für je 99 US-Cent wird das Portal seinen US-amerikanischen Kunden zur Verfügung stellen. Damit ist das Angebot des Musikshops von Microsoft im Durchschnitt günstiger als der iTunes Music Store von Apple. Das Repertoire von MSN Music soll in der nächsten Zeit auf rund 1 Million Downloads aufgestockt werden, die Lizenzen dafür sollen bereits vorliegen. Der Service wird demnächst auch weltweit zu nutzen sein.

Die Tracks des MSN Music Service werden im DRM-geschützten WMA9-Format mit 160 kBit/s angeboten. Im Vergleich dazu bietet der iTunes Store lediglich 128 kBit/s. Fast zeitgleich mit der Eröffnung des Downloadshops stellt Microsoft seinen neuen Windows Media Player 10 zum Download bereit, über den der Service neben dem Microsoft Internet Explorer ebenfalls genutzt werden kann. Ab Mitte Oktober soll sich dann das Angebot von MSN Music in der finalen Version am Markt etablieren.

Es war sicherlich nur eine Frage der Zeit, wann Microsoft in das Downloadbusiness einsteigen würde. Doch Eine kleine Überraschung bietet Microsoft in der Tat: die User des Angebots werden durch das Digital Rights Management (DRM) nicht ganz so streng reglementiert wie erwartet. So können die Dateien beliebig oft auf portable Player übertragen werden und jeweils auf bis zu fünf Computern genutzt werden. Außerdem lassen sich von den Tracks bis zu sieben CD-Kopien anfertigen.

Der Start des MSN Music Service wird nicht der letzte Launch dieser Art bleiben: das Marktforschungsinstitut Jupiter Research prognostiziert für den Online-Musikmarkt einen Anstieg des Marktvolumens von derzeit 270 Millionen US-Dollar auf 1,7 Milliarden US-Dollar im Jahre 2009. (js)

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