Mit TuneCore zu iTunes

Das US-Unternehmen lockt mit lukrativem Angebot
Seit rund einem Jahr bietet das digitale Vertriebs-Service TuneCore ein Rundum-Betreuungspaket für Indie-Acts an. Das US-Unternehmen lockt mit einem Angebot, das Bands ohne viel Umschweife ermöglicht, ihre Veröffentlichungen in die großen Download-Stores zu bringen.

Wie heißt es so schön? Viele Wege führen nach Rom oder besser - zu iTunes. Ob man den Weg über Content Aggregatoren oder Digital Distributors wie Finetunes oder The Orchard wählt: irgendwie bekommt man seine Veröffentlichungen in die großen Download-Stores dieser Welt.

Es sei denn, man ist eine Band, die noch keine Deal mit einem Label vorweisen kann, das wiederum auf einen nicht unbeachtlichen Labelkatalog zurückgreifen kann, der (in fast allen Fällen) wieder Voraussetzung dafür ist, bei Digital Distributors unterzukommen, die dann wieder Deals mit den Download-Stores haben. Hat man aber doch eine Band, die auf oben genannte Rahmenbedingungen zurückgreifen kann, bleibt unterm Strich meistens nicht viel übrig, denn die digitalen Vertriebshelfer bekommen neben dem Record Label auch noch was vom Kuchen ab. Würde bedeuten: iTunes schüttet bei einem Verkaufspreis von 0,99 USD pro Download circa 0,70 USD aus. Nach Abzug aller Provisionen bleiben dem Artist meist nicht mehr als um die 0,30 USD pro Song.

TuneCore bietet hingegen ein anderes System an: neben einer jährlichen Gebühr pro Album verlangt das US-Unternehmen eine einmalige Gebühr je Song und je Download-Store. Geliefert wird an (fast) alle iTunes-Stores, des weiteren an emusic.com, Rhapsody, Musicnet (ist Zune), Napster und Sony Connect. Ein kleines Rechenbeispiel ergibt, dass eine Band, die ein Album mit 10 Songs an sieben Download-Stores geliefert haben will, circa 26 USD bezahlen muss. Klingt verlockend. Überhaupt wenn Jeff Price, Gründer von TuneCore versichert, dass alle Rechte bei den Künstlern bleiben und die Einnahmen zu 100% an die Bands gehen.

Laut eigenen Angaben hat TuneCore seit seiner Gründung im Januar 2006 rund 730.000 Dollar an die Bands ausgeschüttet. Bekannte Nutzer des Services sind beispielsweise die Band Tapes?n?Tapes oder Frank Black, Ex der Pixies. (pb)

Tonspion Newsletter

Alle wichtigen Neuigkeiten aus der Welt der Musik einmal wöchentlich in deine Mailbox.
Kein Spam, versprochen! Du kannst dich in jedem Newsletter wieder abmelden.
* Pflichtfeld

Tonspion präsentiert täglich die beste neue Musik mit Streams, Videos und kostenlosen Downloads sowie die wichtigsten Neuheiten aus dem Netz. Folge uns auf Facebook:

▶ Du möchtest einen Beitrag bei Tonspion veröffentlichen? Schicke uns deine Idee!

Ähnliche News

Die besten Smartphone Tarife mit Musik-Flatrate

Die besten Smartphone Tarife mit Musik-Flatrate

Streamen ohne Datenvolumen aufzubrauchen
Für jeden Musikfan ist das Streaming unterwegs am Smartphone inzwischen unerlässlich. Doch welche Tarife bringen die Musik-Flatrate gleich mit? Wir haben uns den Markt genauer angesehen. 
England: Richter erklärt Privatkopie für illegal

England: Richter erklärt Privatkopie für illegal

Deutschland als Vorbild für englisches Urheberrecht
Es ist für uns inzwischen die normalste Sache der Welt: alte oder neue CDs in die Mediathek von iTunes importieren, um sie dann auch unterwegs hören zu können. In England und Wales wurde genau das jetzt wieder verboten.
Apple Music: Apples Angriff auf den Streaming Markt

Apple Music: Apples Angriff auf den Streaming Markt

Droht ein "Game of Thrones" im Musikbusiness?
Am 8. Juni wird mit dem Launch von Beats Music als integrierter Teil von Apples Betriebssystem gerechnet. Und auch Googles "YouTube Music Key" buhlt um Abonnenten. Für andere Anbieter könnte es demnächst sehr ungemütlich werden.
Portishead verdienen 2.300 Euro mit 34 Millionen Streams

Portishead verdienen 2.300 Euro mit 34 Millionen Streams

Geoff Barrow lässt seinem Frust auf Twitter freien Lauf
Portishead-Kopf Geoff Barrow veröffentlicht auf Twitter die ziemlich ernüchternden Einnahmen von den Streams ihrer Musik. An der Menge kann es nicht gelegen haben; ganze 34 Millionen Streams brachten ihm gerademal umgerechnet 2.300 Euro ein. Lange werden sich die Künstler das wohl nicht mehr mit anschauen.

Empfehlungen