Morpheus stillgelegt

Die MP3 Tauschsoftware von Musiccity, die unter dem Namen Morpheus Millionen von Nutzern verzeichnet und längst als größter Nachfolger von Napster gilt, funktioniert nicht mehr. Durch einen Software-Update wurde der bisherige Client inkompatibel mit dem Fasttrack Netzwerk auf das Morpheus zugreift.

So richtig gut organsiert scheinen die umstrittenen und äußerst beliebten Tauschbörsen des Fasttrack Netzwerks nicht zu sein. Denn es ist kaum zu erklären, warum ein Software-Update gemacht wird, durch das eines der verbreiteten Clients wie der von Morpheus außen vor bleibt. Das Team arbeitet nun an einem Update, das früher als ursprünglich geplant auf der Website des Anbieters Musiccity zur Verfügung gestellt werden soll. Voll funktionstüchtig sind dagegen die (fast identischen) Clients von KaZaa und Grokster, die bereits zuvor neue Versionen herausgebracht hatten, angereichert mit einigen E-Commerce-Optionen und neuen Empfehlungsfeatures. Ein weiterer Schritt in Richtung Kommerzialisierung der juristisch umstrittenen Applikationen, mit denen sich die User untereinander verbinden und Dateien jeglicher Art tauschen können. Die Rechteinhaber dürfte das zu zahlreichen weiteren Klagen bewegen, um zu verhindern, dass mit Raubkopien von urheberrechtlich geschützten Files (Musik, Video, Bilder, Software, Cracks...) auch noch legal Umsatz gemacht werden kann.

Allerdings wird es äußerst schwer herauszufinden, wer nun eigentlich genau zu verklagen ist, denn nachdem die Entwickler des Fasttrack-Netzwerks und des KaZaa-Clients ihre Firma an ein australisches Unternehmen verkauft haben, weiss keiner so recht, wer nun eigentlich die Strippen zieht im Fasttrack-Universum. Offenbar nicht die Leute hinter Morpheus, wie jetzt überdeutlich geworden ist.

Über das Fasttrack-Netzwerk werden allmonatlich mehrere Milliarden Files von Nutzer zu Nutzer weitergegeben. Von Musik über Videos, bis hin zu Software lässt sich alles finden, vor allem auch rechtlich geschütztes. (ur)

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