MP3-Downloads: Abonnements bevorzugt

Nach einer Marktforschungsstudie sind einzelne Downloads nicht das Modell der Zukunft

Das Prinzip „Bezahlung pro Download“ könnte schon bald passé sein. Das amerikanische Marktforschungsinstitut Jupiter hat auf Grundlage seiner aktuellen Studie die Prognose gewagt, dass sich schon bald Download-Abonnements in digitalen Vertriebssystemen durchsetzen werden.

In der Studie "Consumer Survey Report: Music, 2004" wurden mehr als 2300 Erwachsene und über 2100 Jugendliche zu ihren Userverhalten im Zusammenhang mit Musikdownloads befragt.

Nach den Ergebnissen der Studie ist davon auszugehen, dass in rund fünf Jahren der digitale Musikvertrieb mehr Umsatz durch Abonnements als durch Einzeldownloads erwirtschaften wird. 19 Prozent der 13- bis 17-Jährigen stehen Download-Abonnements aufgeschlossen gegenüber, bei den 18- bis 24-Jährigen liegt dieser Wert bereits bei 31 Prozent. Es überrascht nicht, dass die so genannten Intensivkonsumenten (also diejenigen, die rund 45 Dollar in drei Monaten in Musik investieren) mit 37 Prozent das Modell ?Download-Abo? am stärksten bevorzugen.

Absolut gesehen liegt das System ?Download im Abonnement? zwar derzeit nur knapp vor dem Einzeldownload (17 Prozent gegenüber 16 Prozent), aber die differenzierten Zahlen lassen darauf schließen, dass Download-Abos sich schon bald als Bezahlsystem der Zukunft behaupten werden.

Die Studie prognostiziert aber auch, dass die CD zumindest bis zum Jahre 2009 weiterhin relevant für das Musikgeschäft bleiben wird. So gaben 51 Prozent der Befragten an, dass Musik von ?echten? Tonträgern für sie mehr Wert sei als digitale Downloads.

Auch Daten zum Filesharing sind von Jupiter erhoben worden. Demnach sind Online-Tauschbörsen weiterhin äußerst beliebt, vor allen Dingen bei jungen Erwachsenen: nach den Ergebnissen der Befragung tauscht fast jeder Dritte der 18- bis 24 Jährigen Dateien via Internet. (js)

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