"Musik zur Miete" bald auch in Deutschland

Napster will ab Anfang Dezember auch hierzulande Musik-Abonnements verkaufen.

Rund 1,5 Millionen Titel sollen zum Start von Napster ab Dezember verfügbar sein. Ob allerdings das Konzept, Musik gegen eine monatliche Gebühr zu vermieten, in Deutschland aufgeht, bleibt abzuwarten.

"Musik zur Miete" heißt das Zauberwort, mit dem Online-Musikanbietern wie Napster, Yahoo Music und Rhapsody gegen Download-Anbieter wie dem iTunes Music Store und Musicload reüssieren wollen. "Die Leute wollen Musik nicht besitzen, sondern sie hören und auf sie zugreifen können", lautet das Credo der Verfechter von Musik-Abonnements. Ab Anfang Dezember verspricht Napster auch in Deutschland unbegrenzten Zugriff auf rund 1,5 Millionen Songs gegen eine monatliche Abo-Gebühr. Die Tracks können am PC gehört werden und gegen einen Aufpreis auch auf portable Musikplayer übertragen werden. So lässt sich zwar ein MP3-Player in Windeseile füllen, läuft das Abo jedoch aus, hört auch die Musik auf zu spielen. Wer die Songs auf CD brennen will, wird zusätzlich zur Kasse gebeten.

Die Preise für die Musikabos sollen Anfang Dezember, rechtzeitig zum Start von Napster Deutschland bekannt gegeben werden. Sie dürften sich jedoch nicht allzu sehr von ihren Pendants im anglo-amerikanischen Raum unterscheiden. Erwartet werden 9,95 Euro pro Monat für ein PC-gebundenes Abo-Angebot und 14,95 Euro pro Monat für die tragbare Abo-Variante. Der Kauf eines Tracks wird voraussichtlich mit 99 Cent zu Buche schlagen. Alben als Download könnten, wie bei anderen Online-Musikshops auch, ab 9,99 Euro zu haben sein.

Ob sich das Abo-Modell in Deutschland durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Eine Umfrage, die im August dieses Jahres vom Marktforschungsinstitut Parks Associates bei Besitzern von MP3-Playern in vier Ländern, darunter auch Deutschland, durchgeführt wurde, deutet darauf hin, dass vielen Interessierten die Preise für die Musik-Abonnements zu hoch sind. Lediglich zehn Prozent der damals befragten Personen gab an, mehr als zehn Dollar pro Monat für "gemietete Musik" ausgeben zu wollen. (dax)

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