Musiker unterstützen Präsidentschaftskandidaten (Teil I): Bernie Sanders

Der Mann, dem die Musiker vertrauen

Die mediale (Selbst-)darstellung der amerikanischen Präsidentschaftskandidaten hat vor allem in den letzten Jahren stark zugenommen. Und Musiker sind längst Teil dieser PR und unterstützen Kandidaten offen. Doch wer ist momentan eigentlich für wen?

In der Nacht von Montag auf Dienstag ging mit der ersten Präsidentschaftsvorwahl in Iowa die Frage, wer der nächste US-Präsident wird, endgültig in die heiße Phase. Dabei treten die beiden Lager der Demokraten und Republikanern vorerst jeweils untereinander an, um einen Herausforder zu ernennen. 

Auf demokratischer Seite lagen Hillary Clinton und Bernie Sanders bei der ersten Vorwahl gleich auf. Doch wer hat die prominentere Anhängerschaft-musikalisch? 

Schaut man sich die Prominenten an, die Sanders in den letzten Wochen in offenen Statements unterstützten, kommt eine ganze Menge zusammen. Das Rap-Duo Run The Jewels wirbt zum Beispiel ganz offen für seine Kandidatur. Das kommt nicht von ungefähr: beide sind seit Jahren politisch engagiert.

Von Rap bis Rock, über Pop und selbst in klassischen Gefilden hat Sanders seine Anhängerschaft, den legendären Filmkomponisten Hans Zimmer zum Beispiel. Dann wären da noch Anthony Kiedis, Josh Klinghoffer und Flea von den Red Hot Chili Peppers. Oder Serji Tankian, Frontmann von System of a Down. Jeff Tweedy, Kopf von Wilco oder Alex Ebert von Edward Sharpe & The Magnetic Zeros.

Kleiner musikalischer Faux-pas: bei seinem Auftritt in Iowa verließ Sanders die Bühne zu David Bowies "Starman" und muss sich jetzt den Vorwurf der Instrumentalisierung des toten Musikers gefallen lassen. Auch wenn er den Song seit Jahren bei seinen Wahlkampfauftritten benutzt, hat sich ein Teil der Netzgemeinde ein besseres Timing hinsichtlich des nicht einmal einen Monat zurückliegenden Tods des Musikers gewünscht. 

Bernie Sanders ist ein Kandidat mit einer riesigen musikalischen Schlagkraft. Wer noch alles zu der Entourage an Befürwortern gehört, könnt ihr hier nachschauen. Natürlich entscheidet das keine Wahlen. Aber genug prominente Unterstützer kann man bekanntlich nie haben.

Beim nächsten mal sehen wir uns seine demokratische Rivalin Hillary Clinton an. Mal schauen, ob sie mit dieser Entourage mithalten kann.

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