Napster for free

DRM von „Napster to Go“ gehackt?

Gegen eine monatliche Kostenpauschale beliebig viel Musik herunter laden, aber nicht brennen dürfen? Gute Idee, dachte sich Napster. Aber schlecht umgesetzt, dachten sich einige User und hackten das System.

Der Service ?Napster to Go? erlaubt es, gegen einen Pauschaltarif von 15 Dollar im Monat beliebig viele Musikstücke herunter zu laden. Die Tracks im WMA-Format können auf Windows-Rechnern und MP3-Playern mit WMA-Unterstützung geladen und abgespielt werden. Doch wird das Abonnement gekündigt, bedeutet das auch das Aus für die herunter geladenen Tracks: denn das Digital Rights Management (DRM) sorgt dafür, dass die Musikstücke ohne Abonnement nicht mehr abspielbar sind. Was also mit ?Napster to Go? betitelt ist, müsste eigentlich ?Napster for Rent? heißen. Das Brennen auf CD ist ? Abonnement bzw. Mietgebühren hin oder her ? sowieso nicht gestattet. Denn Napster möchte mit seinem DRM natürlich vermeiden, dass sich Abonnenten die Festplatte mit Musik voll saugen, diese auf CDs brennen und dann das Abo kündigen.

Doch genau das ist jetzt anscheinend möglich. Einigen Usern ist es gelungen, das DRM-System von ?Napster to Go? auszuhebeln. Die Anleitung dazu wurde detailliert im Internet veröffentlicht. Man benötigt lediglich ein besonderes Plugin für den verbreiteten Winamp-Player, der die abgespielten Napster-WMA einfach als WAV-Datei auf die Festplatte speichert. Ein Sprecher von Napster bestreitet diese Möglichkeit allerdings; er vermutet, dass die Hacker die Musikstücke lediglich abspielten und auf dem herkömmlichen Wege mit der Soundkarte mitschneiden würden. Die Verfasser der Hacker-Anleitung beharren aber darauf, dass es sich um keine Redigitalisierung des analogen Signals am Soundkartenausgang handle. Wenn dies wirklich zutrifft, könnte man sich mit einem zweiwöchigen Probeabo von ?Napster to Go? also ab sofort ? illegal ? seine Musiksammlung um viele CDs aufstocken.

Ob nun durch Mitschneiden über die Soundkarte oder lupenreines Hacken des Kopierschutzes: Fälle wie dieser zeigen wieder einmal, dass die User einfach nicht gewillt sind, sich durch DRM-Verfahren reglementieren zu lassen. (js)

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