Napster reloaded

Ex-Tauschbörse verkauft jetzt erfolgreich Download-Abos

Napster, die Mutter aller MP3-Netzwerke, scheint sich erfolgreich kommerzialisiert zu haben. Man setzt mittlerweile allerdings nicht nur auf den Verkauf von einzelnen Tracks, sondern insbesondere auf Miet-Abonnements.

?Napster to Go? ermöglicht dem Musikfreund gegen einen Pauschaltarif von 10 Dollar, eben ein so genanntes Miet-Abo, einen unbegrenzten Zugang auf das Angebot von Napster. Aber mit Einschränkungen: die Tracks gibt es ausschließlich im WMA-Format und können nur am PC abgespielt werden. Wird das Abonnement gekündigt, sorgt das Digital Rights Management (DRM) dafür, dass die Musikstücke nicht mehr abspielbar sind. Das Brennen der Tracks auf CD ist dem Abonnent sowieso nicht gestattet. Denn durch das DRM soll vermieden werden, dass sich der Kunde innerhalb eines kurzen Abos mit Musik versorgt, diese auf CD sichert und dann das Abo wieder kündigt. Für eine Pauschale von 15 Dollar im Monat kann das Abonnement erweitert werden: dem Kunden ist es dann erlaubt, seine über Napster bezogen Songs immerhin auch auf einen portablen Player zu übertragen. Und genau damit scheint Napster derzeit zu punkten.

Gerade erst im Februar mit diesem Service gestartet, hat Napster diese Woche bekannt gegeben, dass in den letzten drei Monaten 143.000 neue Abonnenten gewonnen werden konnten. So beziehen bereits insgesamt 410.000 Kunden ein Abonnement bei Napster. Dabei wurden keine Angaben dazu gemacht, wie viele Abonnenten 15 Dollar im Monat für die Unterstützung von portablen Playern zahlen bzw. auf das reguläre Abo zu 10 Dollar im Monat setzten.

Napster buhlt zudem derweil aktiv um die studentische Kundschaft und versucht, Universitäten seinen Service ?Napster To Go? zu einem reduzierten Preis als Alternative zu den populären Tauschbörsen zu verkaufen. 43.000 neue Abonnenten konnten bereits über Universitäten gewonnen werden, so Napster.

Also gute Aussichten für den noch in diesem Jahr geplanten Start eines deutschen Napsters. Und dass, obwohl Napster zwar von MP3-Playern spricht, aber doch eigentlich WMA-Player meint. (js)

Thema: 

Tonspion präsentiert täglich die beste neue Musik mit Streams, Videos und kostenlosen Downloads sowie die wichtigsten Neuheiten aus dem Netz.

amazon music unlimited

Tonspion Newsletter

Alle wichtigen Neuigkeiten aus der Welt der Musik einmal wöchentlich in deine Mailbox.
* Pflichtfeld

Ähnliche News

Die besten Smartphone Tarife mit Musik-Flatrate

Die besten Smartphone Tarife mit Musik-Flatrate

Streamen ohne Datenvolumen aufzubrauchen
Für jeden Musikfan ist das Streaming unterwegs am Smartphone inzwischen unerlässlich. Doch welche Tarife bringen die Musik-Flatrate gleich mit? Wir haben uns den Markt genauer angesehen. 
Rapidshare stellt Betrieb ein

Rapidshare stellt Betrieb ein

Filehoster verabschiedet sich von seinen Nutzern
Der ehemals populäre Filehoster Rapidshare mit Sitz in der Schweiz ist am Ende. Die User bekamen eine Nachricht, dass man den Geschäftsbetrieb zum 31. März 2015 einstellen und alle Daten löschen werde. 
"Downloaded" - Die Geschichte von Napster als Film

"Downloaded" - Die Geschichte von Napster als Film

Jetzt den US-amerikanischen Dokumentarfilm online streamen
Mit dem Launch der Musiktauschbörse Napster 1999 wurde die Musikindustrie revolutioniert. Die Dokumentation „Downloaded“ versucht die Geschichte und die Bedeutung der Software zu rekonstruieren und kann jetzt online gestreamt werden.
Wenn Tauschbörsen legal werden

Wenn Tauschbörsen legal werden

KaZaa und Pirate Bay sollen zu legalen Musikangeboten umgebaut werden
Sie kommen alle zurück. Wie schon Napster vor einigen Jahren sollen nun auch die Tauschbörsen KaZaa und Pirate Bay wieder auf den Markt kommen. Diesmal aber mit einem tragfähigen Geschäftsmodell und legal.
10 Jahre Napster: Musikindustrie räumt Fehler ein

10 Jahre Napster: Musikindustrie räumt Fehler ein

Zusammenarbeit mit Tauschbörsen hätte Vorteile gebracht
Zum zehnjährigen Jubliäum der ersten großen Peer-to-Peer Tauschbörse Napster hat Geoff Taylor von der British Recorded Music Industry erstmals eingeräumt, dass man damals einen Fehler begangen habe. Statt Napster zu bekämpfen hätte man besser mit der neuen Plattform zusammenarbeiten sollen.