Neue Details zu KaZaAs zwielichtigem Zwillingsbruder

Irgendwann in den nächsten Tagen werden KaZaA-Nutzer plötzlich ein zweites Filesharing-Netzwerk auf ihrem Rechner finden - Altnet, betrieben von der US-Firma Brilliant Digital. Nun sind erstmals Details zu diesem merkwürdigen Zwillingsbruder bekannt geworden.

Als vor einigen Wochen bekannt wurde, dass KaZaA ein zweites Netzwerk auf den Rechnern seiner Nutzer installieren möchte, war die Aufregung groß. Für Beunruhigung sorgte vor allen Dingen, dass das Altnet genannte Netzwerk offenbar mehr möchte als nur ein paar Dateien tauschen. Nutzer des Netzwerks stellen den Betreibern quasi unentgeltlich ihren Festplattenplatz und ihre Prozessor-Rechenleistung zur freien Verfügung.

Nun gibt es in einem CNN.com-Artikel erstmals ein paar konkretere Details zu Altnet: Im Laufe der nächsten Wochen - der genaue Termin ist nicht bekannt - wird KaZaA seine Nutzer bitten, ihr Programm upzudaten. Beim Download der Software startet dann auch gleich ein Installations-Programm für Altnet. Wer Altnet nicht auf seinem eigenen Rechner haben will, soll an diesem Punkt die Möglichkeit haben, auf dessen Installation zu verzichten. KaZaA soll danach auch ohne den zwielichtigen Zwillingsbruder weiter laufen.

Wer Altnet jedoch installiert, findet dessen Angebot auf dem KaZaA-Desktop wieder - angeblich jedoch deutlich getrennt vom eigentlichen KaZaA-Service. Altnet will seinen Nutzern dann den legalen Download von Video- und Audiomaterial anbieten. Bezahlt wird allerdings nicht mit der Kreditkarte, sondern mit Rechenzeit und Festplattenspeicher. Die Musikstücke und Filme werden im kopiergeschützten Windows Media-Format geliefert, die damit verbundenen Rechte hängen vom Einzelfall ab.

Wie CNN jetzt berichtet, war der KaZaA-Betreiber Sharman Networks ebenfalls sehr überrascht über die Existenz des Altnet-Clients in der eigenen Software. Brilliant Digital hatte den Vertrag für Altnet offenbar noch mit dem alten KaZaA-Eigentümer geschlossen. Mittlerweile besitze Sharman Networks jedoch einen eigenen Vertrag mit Brilliant, der auch den Schutz der Privatsphäre seiner Kunden einschließe. (jr)

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