Neues aus dem Pop-Feuilleton

Mit Lana del Rey, Michael Stipe, Keith Richards und Bryan Ferry

Drei Männern und einer Dame ist Florian Schneider dieses Woche in der Tonspion Popschau begegnet. Träume, Trennungen und Jubiläen spielen dabei eine Rolle, und Bryan Ferry liefert dazu mit einem Konzert in Berlin den Soundtrack.

Lana had a dream

Lana Del Rey hat für die Zeit in der Serie „Ich habe einen Traum“ ihre Version des „american dream“ aufgeschrieben. Der ist natürlich weniger aufregend, als man vermutet oder gehofft hat. Was bleibt ist ihre Definition, was 2011 einen Star ausmacht: „Ich glaube, es ist gar nicht so schwer, ein Star zu sein – solange nur genügend Leute Fotos von dir machen.“

Keith, die Kakerlake

Der Berliner Zeitung gab ein anderer Mythos der Popgeschichte ein Interview. Anlass: der 50. Geburtstag seiner Band. Der Interviewte: Laut dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton vermutlich die einzige Lebensform neben Kakerlaken, die einen Atomkrieg überlebt: Keith Richards. Dessen Wünsche für 2012 sind indessen ziemlich profan, gemessen daran, dass es die Rolling Stones dann ein halbes Jahrhundert lang gibt: „Hauptsache, ich spiele wieder mit Charlie Watts, das ist alles, was ich will.“

Michael Stipes Ehe

Über die Würde der Rolling Stones und das Ende von R.E.M. sprach Michael Stipe mit der Zeit: „Ich finde zum Beispiel, dass Mick Jagger und die Rolling Stones ihre Würde bewahrt haben. Dagegen hätten viele junge hippe Bands dieser Tage aus London oder New York nach einem ersten Album aufhören sollen." Und vergleicht seine ehemalige Band mit einer Ehe: Sie funktioniert nur über Kompromisse.

40 Jahre Hipster

Bryan Ferry hat auf seinem Konzert in Berlin „die Hipster von 1972 bis heute“ verzaubert, wie Ulrich Gutmair in der Taz schreibt und sich dabei als Meister der Verführung präsentiert. Eine Eigenschaft, die sich derzeit auch eine schwedische Bekleidungsfirma zu Nutze macht. Selbst der Urvater aller Hipster muss eben schauen, woher sein Geld kommt.

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