Neues aus dem Pop-Feuilleton

Mit Beyoncé, Amy Winehouse, Andreas Dorau und Grüner Wohnen auf dem Hurricane

Zwei wichtige Alben des Jahres 2011 sind in der letzten Woche erschienen: Beyoncés „4“ und Andreas Doraus „Todesmelodien“. Dazwischen gab Amy Winehouse einen Comeback-Versuch, und auf dem Hurricane Festival konnte ein Teil der Besucher „Grüner Wohnen“ - die Woche im Pop-Feuilleton.

Prozac von Beyoncé

Beyoncé Knowles hat es nicht leicht, seit ihr Lady Gaga und Rihanna, ausgerechnet eine Entdeckung ihres Mannes Jay-Z, das Leben schwer machen, findet Ulf Lippitz im Tagesspiegel. Er hat sich Beyoncés viertes Album „4“ angehört und darauf „gut produzierte Prozac-Musik (entdeckt), die manchmal zu viel Tamtam um hohe Noten macht.“ Beyoncé scheine „immer das Maximum aus ihrer Stimme herausholen zu wollen“. Das Ergebnis: „4“ „zehrt an den Nerven“.

Hass von Andreas

Andreas Dorau war als Teenager mal „Fred vom Jupiter“, viele haben ihm bei „Das Telefon sagt Du“ die Freundschaft gekündigt, sein achtes Album „Todesmelodien“ findet Martin Hossbach von der Berliner Zeitung aber schlicht „grandios“ und entlockt Dorau im Interview nicht nur, dass er keine Putzfrau beschäftigt, sondern auch seit Jahren unter anderem für Xavier Naidoo als Musikvideoberater tätig ist. Das ist an sich kein Qualitätskriterium, was Dorau allerdings über die Hauptantriebsfeder jedes Musikers sagt, ist so süffisant-ironisch, wie weite Teile seines neuen Albums: „Wenn man wie ein kleiner, topausgebildeter, allwissender Pop-Kaufmann an Musik rangeht, verliert man den Hass, die Hauptantriebsfeder beim Musizieren.“

Schweigen mit Amy

Ist es überhaupt noch statthaft über den erneut gescheiterten Comeback-Versuch von Amy Winehouse zu schreiben? Jedenfalls hat sie mit ihrem torkelnden Auftritt in Belgrad für den Superlativ „schlechtestes Konzert aller Zeiten“ in der serbischen Hauptstadt gesorgt und ihr Management vorsorglich alle weiteren Tourdates abgesagt. Gute Besserung von dieser Stelle und der Hinweis darauf, dass sich die meisten Zeitungen, wie Taz und Süddeutsche zum Beispiel, auf den Abdruck einer dürren Dpa-Meldung zum Comeback begnügten. Soviel zur Eingangsfrage.

Grüner Wohnen mit Helga

Dass Die Grünen inzwischen die Lieblingspartei des Bürgertums sind, dürfte bekannt sein, dass ihr Nachwuchs inzwischen auch beim Festivalbesuch auf „Grüner Wohnen“ Wert legt, ist eine Neuheit. Aber mal ehrlich, „was ich bisher über die Zeltplätze auf Festivals gehört hatte, klang heftig“, so eine Nutzerin des Green Camp auf dem Hurricane Festival, den Jessica Braun für die Zeit besucht hat. Statt Anarchie und Suff herrscht dort nämlich Zucht und Ordnung. Die Zelte stehen nicht kreuz und quer, es gibt eine feste Nachtruhe und der Müll wird in Containern entsorgt. Zumindest letzteres können andere Festivals getrost übernehmen, aber eine Camping-Zweiklassengesellschaft für Festival-Eventpublikum braucht kein Mensch.

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