Online-Musikbusiness wächst

30 Prozent mehr Umsatz im laufenden Jahr für Musik-Downloads
Viele Brancheninsider haben es zwar schon abgeschrieben, aber das Geschäft mit Musikdownloads wächst immer schneller. Die Gründe hierfür dürften auf der Hand liegen.

Der Umsatz mit Musikdownloads in Deutschland steigt im laufenden Jahr laut einer Studie des Marktforschungsinstituts GfK auf 78 Millionen Euro. Das sind rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das passt zur Entwicklung, dass immer mehr Majorlabels endlich Musik im MP3 Format ohne abschreckende DRM-Einschränkungen verkaufen. Bis letztes Jahr war das noch völlig undenkbar. Offenbar wird doch deutlich mehr gekauft, wenn das Angebot für den Kunden einfach zu bedienen und klangtechnisch okay ist und wenn man nicht mit unterschiedlichen Audio-Formaten hantieren muss, die früher oder später nicht mehr abgespielt werden können.
Gleichzeitig ist es wohl auch schlicht eine Gewohnheitssache, wo und wie man Musik bezieht und immer mehr entdecken die Vorteile von Musikdownloads: die schnelle Verfügbarkeit.

Während mancher Brancheninsider oder Künstler längst die Hoffnung aufgegeben hat, mit Downloads nennenswerte Umsätze zu erzielen, dürfte es spannend sein zu beobachten, wie sich die MP3 Angebote von Amazon und 7Digital im kommenden Jahr auf die den Musikmarkt auswirken werden. Beide Anbieter wollen erstmals mit komplett kopierschutzfreien und hochwertigen MP3-Files aller relevanten Labels in Deutschland an den Start gehen. Es könnte gut sein, dass nutzerfreundlichere Angebote und faire Preise der ganzen Branche weiteren Rückenwind geben werden.

Udo Raaf / Tonspion.de

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