P2P-Nutzer sollen weniger bezahlen

Der Tonspion Wochenrückblick

P2P-Nutzer sollen in Zukunft keine hohen Abmahngebühren mehr bezahlen. Youtube ist schon wieder in den Schlagzeilen, weil die Plattform 100.000 Videos hostet, die von Usern bei MTV & Co mitgeschnitten wurden und im Online-Spiel Second Life wird demonstriert.

Die deutsche Bundesregierung hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der den oft überhöhten Abmahngebühren gegen P2P-Nutzer einen Riegel vorschieben soll. Demnach sollen in Zukunft diese Gebühren 50 Euro nicht mehr übersteigen. Diese Gebühren werden dann eingehoben, wenn ein Brief vom Anwalt ins Haus flattert, in dem ein P2P-Nutzer darauf hingewiesen wird, dass er gegen das Urheberrechtsgesetz verstoßen hat. Wer diesen Brief bekommt, hat dann auch oft Abmahngebühren zu bezahlen, die - wie im Falle einer 16-jährigen Schülerin, die sage und schreibe eine einzige Musik-Datei ins Netz gestellt hat ? schon mal an die 2.500 Euro betragen können. Der Musikindustrie könnte das gar nicht so recht sein, da die Abmahnungen die P2P-Nutzer eigentlich von Filesharing-Netzwerken fernhalten sollten.

Der US-Medienriese Viacom, dem unter anderem Sender wie MTV oder Nickelodeon angehören, legt sich jetzt auch mit Youtube an, weil die Plattform Videos bereitstellt, die eigentlich dem US-Mediengiganten gehören. An die 100.000 Videos sollen es sein, die von Usern bei MTV & Co mitgeschnitten wurden und nun auf Youtube zu sehen sind. Die Videos wurden bereits 1,2 Milliarden Mal angklickt. Jetzt soll Youtube die Videos von der Plattform nehmen. Wie Viacom dies erreichen will, ist noch unklar. Der US-Medienriese hatte schon vor einiger Zeit mit Youtube verhandelt, wobei man aber keine Einigung erzielen konnte. Mit CBS und NBC hat die populäre Video-Plattform bereits einen Lizenzdeal aushandeln können. Nebenbei arbeiten angeblich einige großen Mediengiganten wie Fox und Viacom an eigenen Video-Portalen.

In der virtuellen Welt "Second Life" geht es heiß her. Vor einigen Tagen wurde berichtet, dass die schwedische Botschaft in der virtuellen Welt eine Dependance eröffnen will, jedoch erhält man dort keine Pässe oder Visa sondern kann sich lediglich über das schöne Schweden informieren. Weitaus ernster geht es zur Sache, wenn einem zu Ohren kommt, dass auch die rechtsextreme Partei Front National dort eine Niederlassung aufgebaut hat. Auch einigen Bewohnern von Second Life behagte das nicht so ganz und so wurde zu einer Demonstration vor der Parteizentrale aufgerufen, die einige Stunden anhielt. Das Spiel Second Life, dass eigentlich gar keines ist, sondern eher eine Parallelwelt, die von den Bewohnern nach ihren eigenen Wünschen errichtet werden kann, wurde vom amerikanischen Internet-Unternehmen LindenLabs entwickelt und zählt bis jetzt 3 Millionen User. Die virtuelle Demonstration gegen die Le-Pen Partei war nach eigenen Angaben erfolgreich. (pb)

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