Peer-to-Peer ohne schlechtes Gewissen?

Grooveshark will Labels und Uploader bezahlen

Wer bisher über P2P-Netzwerke Musik- und Videodateien tauscht, macht dies zumeist kostenlos. Grooveshark, ein neuer Peer-To-Peer-Dienst, der sich momentan im Betastadium befindet, will das jetzt ändern. Dort sollen nicht nur die Künstler bezahlt werden. Für jeden Upload soll den Nutzern von Grooveshark ebenfalls ein kleiner Geldbetrag gut geschrieben werden.

Ähnlich wie andere P2P-Netzwerke funktioniert auch Grooveshark über eine Clientsoftware, die man auf seinem Rechner installieren muss. Will man einen Song auf seinen Rechner herunterladen, werden pro Titel Gebühren in Höhe von einem knappen Dollar fällig. Das System bietet untersucht daraufhin seine Datenbank nach jener Kopie des Songs, welche die höchste Bitrate aufweist. Alle Titel sollen als Mp3s ohne DRM angeboten werden.

Die Einnahmen, die der Dienst pro Song generiert, kommen nicht nur den Künstler und Grooveshark selbst zugute. Nach Abzug des Künstleranteils sollen vom verbleibenden Rest 50 Prozent an Grooveshark und 50 Prozent an jenen User fließen, der den Song hoch geladen hat. Noch nicht zur Gänze geklärt ist, welche Songs man via Grooveshark bekommen kann. Nach Angaben der Firma mit Sitz in Florida haben zahlreiche Indies Interesse signalisiert bei dem Versuch, eine Tauschbörse auf legaler Basis aufzubauen. Abzuwarten bleibt allerdings, wie man mit Songs umgehen will, die ins Netzwerk eingespeist werden, ohne dass eine entsprechende Vereinbarung mit dem jeweiligen Label existiert. Ein spannendes Konzept bleibt es allemal. (Florian Schneider)

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