"Piracy Report" der IFPI veröffentlicht

Die International Federation of Phonographic Music Industry zieht im gerade veröffentlichten "Piracy Report" Bilanz. Demnach stiegen die Verkäufe von gebrannten CDs im Jahr 2001 um 50% auf ein Rekordhoch.

Rund 950 Millionen Raubkopien wuden im letzten Jahr verkauft, 450 Millionen davon von kommerziellen Großanbietern, deren Verkäufe sich damit verdreifacht haben. Diese Zahlen sind auch deshalb so beeindruckend, weil die IFPI und ihre Partner im letzten Jahr vehement gegen Piraterie vorgegangen sind und vor allem in Südostasien und Lateinamerika Erfolge verbuchen konnten.
Dennoch konnte nicht verhindert werden, dass in 25 Ländern mehr illegal kopierte als legale CDs verkauft wurden. So zum Beispiel in China, wo 90% der verkauften Tonträger Raubkopien waren, in Indonesien (85%) oder Russland (65%). Die Plattenindustrie fordert nun internationale Urheberrechtsregelungen und schärfere Gesetze gegen illegale Produktion und Vertrieb von Tonträgern.
Den kompletten Piracy Report 2002 als PDF-Dokument findet ihr über untenstehenden Link.

Tonspion Newsletter

Alle wichtigen Neuigkeiten aus der Welt der Musik einmal wöchentlich in deine Mailbox.
Kein Spam, versprochen! Du kannst dich in jedem Newsletter wieder abmelden.
* Pflichtfeld

Tonspion präsentiert täglich die beste neue Musik mit Streams, Videos und kostenlosen Downloads sowie die wichtigsten Neuheiten aus dem Netz. Folge uns auf Facebook:

▶ Du möchtest einen Beitrag bei Tonspion veröffentlichen? Schicke uns deine Idee!

Ähnliche News

Das teuerste Lied der Welt

Das teuerste Lied der Welt

US-Amerikanerin muss 9250 Dollar pro MP3 zahlen
Im Internet spielt die Musik längst weit jenseits der alten Plattenfirmen. Doch das hält diese nicht davon ab, immer noch ihre Kämpfe von vorgestern auszutragen. Jetzt wurde eine US-Amerikanerin zur Zahlung von 222 000 Dollar verurteilt, weil sie 24 MP3s in einer Tauschbörse bereit gestellt hatte.   
Schweizer Ifpi bittet DJs zur Kasse

Schweizer Ifpi bittet DJs zur Kasse

Der Tonspion Wochenrückblick
Die Schweizer Ifpi bittet diesmal nicht die Filesharer sondern die DJs zur Kasse, die britischen Indpendent Labels waren noch nie so erfolgreich wie im Jahr 2006 und Zune, der neue MP3-Player von Microsoft hat Startschwierigkeiten.
DRM oder nicht DRM: das ist hier die Frage

DRM oder nicht DRM: das ist hier die Frage

Der offene Brief von Steve Jobs ist Topthema der Woche
Es ist noch immer das Topthema des Tages: der offene Brief von Steve Jobs, in dem er für den Verzicht auf DRM plädiert. Teils heftige und ablehnende Reaktionen hat es seitens der Musikindustrie gegeben. Die Meldungen der letzten Tage, in denen rumort wurde, dass sich die Majorlabels Jobs Plädoyer zu Herzen genommen haben bleiben seitens der Industrie zumeist unkommentiert. Die Zankäpfel DRM und Interoperabilität werden auf jeden Fall wie wild herumgereicht.

Napster ruft zum Boykott gegen iTunes auf!

Der Tonspion Wochenrückblick
Der offene Brief, den Steve Jobs vor wenigen Tagen veröffentlichte, hat teils heftige Reaktionen seitens der Musikindustrie ausgelöst. Jetzt meldet sich auch Napster-Chef Chris Gorog zu Wort und ruft förmlich zum Boykott gegen Apples iTunes Store auf. Weniger boulvardesk ist die Meldung, dass Warner Music jetzt mit der Music-Social-Networking Plattform Last.FM zusammenarbeiten wird.
Steve Jobs fordert Abschaffung von Kopierschutz

Steve Jobs fordert Abschaffung von Kopierschutz

Musikindustrie weist die Forderung zurück
Apple-Chef Steve Jobs hat sich mit seiner Forderung nach einer Abschaffung des Digital Rights Managements für digitale Downloads in der Musikindustrie keine Freunde gemacht. Die deutschen Phonoverbände sprechen von einem "scheinheiligen" Vorstoß.

Empfehlungen