Plattenindustrie macht Front gegen Filesharer

Nach Angaben des Wall Street Journal planen einige der großen Plattenfirma jetzt die Keule auch gegen Nutzer von MP3 Tauschbörsen rauszuholen. Einzelne Anbieter von illegalen MP3 Songs sollen ausfindig und exemplarisch vor Gericht gestellt werden.

Das hatten wir doch schonmal. Vor rund drei Jahren wurde einigen Anbietern von MP3 Filez im Internet schon mal der Prozess gemacht. Schnell merkte man, dass dieses Vorhaben uferlos ist und zudem beim Nutzer allenfalls ein Lächeln oder vollkommenes Unverständnis hervorruft. Man besann sich eines besseren und begnügte sich mit Abmahnungen an die Sitebetreiber. Das war in den himmlischen Zeiten vor P2P. Jetzt lädt quasi Jeder Musik einfach so aus dem Netz und dem soll offenbar mit allen Mitteln Einhalt geboten werden.

Einzig AOL Time Warner hat anscheinend noch Bedenken gegen den Vorstoß von Sony und Universal. Die wollen diejenigen Anbieter, die Unmengen von illegalen Dateien bei den Tauschbörsen freigeben, zu Abschreckungszwecken vor Gericht zu bringen. Ausserdem soll eine Kampagne mit Megastars gestartet werden, die artig darum bitten sollen, man möge sich ihre Musik doch bitte im Laden kaufen und nicht aus dem Netz herunterladen.

Offen ist jedenfalls die Frage, wie denn die Plattenindustrie überhaupt an die Daten von einzelnen Anbietern kommen will. Die meisten User surfen anonym unter beliebigen Pseudonymen durch die Netze von Gnutella, KaZaa und Co. und sind allenfalls durch Hackermethoden ausfindig zu machen. Und das ist bekanntlich illegal. (ur)

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