Pono: Neil Young sucht neue Geldgeber für HiFi-Player

Vorbild Dr. Dre und Beats?

Neil Young hat vor gut einem Jahr 6 Millionen Dollar über Kickstarter für seinen Lossless Audioplayer Pono eingesammelt. Doch das Geld scheint nicht mehr zu reichen. Via Facebook sucht er nun neue Geldgeber.

Neil Young will mit seinem Pono-Player die Musik retten. Denn die klingt im Streaming-Zeitalter für seinen Geschmack ganz fürchterlich. Deshalb gründete er Pono und vertreibt neben einem Audioplayer, der hoch auflösende Musik abspielen kann, auch gleich die Musik dazu. 

In den ersten drei Quartalen hat er 25000 Exemplare des Players in den USA verkaufen können. Das ist offenbar noch nicht genug, um die eigentlich geplante Expansion in andere Länder, u.a. Deutschland, zu finanzieren. Vermutlich ist es aber auch nicht ansatzweise genug, um einen eigenen Download-Shop gewinnbringend betreiben zu können. 

 

Pono Player (Foto: Ponomusic.com)
Pono Player (Foto: Ponomusic.com)

 

In einem sehr langen Post auf Facebook sucht Neil Young nun nach neuen Investoren für sein Start-Up, sowie nach einem CEO. Bereits seit einem Jahr steht Young selbst an der Spitze des Unternehmens, da er keinen geeigneten Kandidaten zu finden scheint, der sich einerseits im Startup-Business auskennt und andererseits die Vision von Young teilen kann. Möglicherweise, weil sich das gegenseitig ausschließt?

Warum Neil Youngs Startup Pono eine Schnapsidee ist

Gleichzeitig deutet Young an, dass er die Pono-Technologie gerne lizenzieren und Kopfhörer sowie Lautsprecher unter der Marke anbieten möchte. Offenbar hat er sich genau angeschaut, wie Dr. Dre sein Unternehmen Beats für 3 Milliarden Dollar an Apple verkauft hat, obwohl seine Hardware durchaus kritisch gesehen wurde und das Musikangebot von Beats vor der Übernahme kaum zahlende Nutzer vorweisen konnte. 

Beide Voraussetzungen erfüllt Young, aber was viel wichtiger ist: er bringt seinen guten Namen mit. Und der öffnet natürlich Türen, die anderen Start-Ups mit eher gewagten Geschäftsmodellen verschlossen bleiben würden. Vielleicht sollte Young mal bei Marshall anklopfen.

MP3 Erfinder Brandenburg: Neil Youngs Pono ist Unsinn

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