Queen-Film: Warum Sacha Baron Cohen nicht mehr Freddie Mercury spielen will

"Brian May ist ein toller Musiker, aber er ist ein lausiger Filmproduzent"

Dass Brian May und Roger Taylor inzwischen alles machen, um irgendwie noch relevant zu bleiben, ist hinlänglich bekannt. Dazu gehört auch ein Kinofilm über ihren Frontmann Freddie Mercury. Doch der könnte zum Megaflop werden, wenn man Sacha Baron Cohen vertrauen darf. 

Die verbliebenen zwei Queen-Gründungsmitglieder May und Taylor sind bei der Vermarktung ihres Bandnamens inzwischen weitgehend schmerzfrei. Zunächst verpflichteten sie Paul Rodgers, dann "American Idol"-Teilnehmer Adam Lambert als Mercurys Nachfolger. Und dann spielten die Rocklegenden auch noch gemeinsam mit Helene Fischer in deren Weihnachtsshow. Freddie Mercury hätte jedenfalls reichlich Anlass, im Grab zu rotieren.

Jetzt wollen die beiden einen Kinofilm über ihren Sänger drehen, der 1991 an AIDS starb und bis heute als eine Ikone der Rockgeschichte gilt. Ein offen schwuler Künstler, der in allen Fußballstadien dieser Welt akzeptiert ist. Und einer der besten Entertainer, die je auf einer Bühne gestanden haben. Der durch seine Comedyrollen als Ali G. und Borat bekannt gewordene Schauspieler sollte eigentlich die Hauptrolle spielen und das Drehbuch schreiben. Alleine das ist eigentlich schon unvorstellbar. 

Seit sechs Jahren arbeiten sie bereits gemeinsam am Drehbuch. Nun ist Cohen abgesprungen, da er die kreativen Fähigkeiten der Produzenten für durchaus überschaubar hält: "Es gibt tolle Geschichten über Freddie Mercury, der Typ war wild.", sagte er im Interview mit Howard Stern. "Er pflegte einen ausschweifenden Lebensstil. Es gibt Geschichten über kleinwüchsige Männer, die mit Tellern voll Kokain auf dem Kopf auf Partys herumliefen." Aber genau das wollten die beiden Bandkollegen nicht erzählen, stattdessen nur die Geschichte ihrer eigenen Band. 

"Schon beim ersten Treffen sagte einer der beiden - ich sage nicht wer - 'das wird ein ganz toller Film, weil in der Mitte des Films etwas Verblüffendes passiert: Freddie stirbt'. Auf die Frage, was denn in der zweiten Hälfte des Films passieren solle, entgegnete man ihm, dass er den Weg der Band nach dem Tod ihres Sängers erzählen solle. Also genau den Teil der Bandgeschichte, der keine Sau interessiert und der irgendwann bei Helene Fischer endet. Die würde sicher gerne mitspielen.

Cohen schließt: "Brian May ist ein herausragender Musiker, aber er ist ein lausiger Filmproduzent". 


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