Quick-Date mit den Donots

"Ich verstehe die ganzen Hypethemen einfach nicht"

Unter der Rubrik "Quick-Date" zerren wir Musikschaffende für keine kurze Frage-Antwort-Session auf die Redaktionscouch. Heute mit dabei: Ingo Knollmann von den Donots.

Seit fast zwanzig Jahren verwandeln die Donots jede Konzert-Location in ein verschwitztes Tollhaus. Mit ihrem aktuellen Album "Wake The Dogs" machten sich die Ibbenbührener Punkrocker in diesem Jahr schon einmal vorab das schönste Geschenk zu den bevorstehenden Band-Feierlichkeiten selbst.

Wir baten Ingo Knollmann zum Quick-Date:

In welcher Band würdest du gerne spielen, wenn es deine eigene nicht geben würde?

Ingo: Das müsste eine Band sein, die mit jedem Album komplett anders klingt – zuerst wie Arcade Fire, dann wie Pantera, dann wie die Descendents, dann wie New Order, dann wie die Gorilla Biscuits, dann wie die Streets, dann wie Johnny Cash, dann wie Faith No More, dann wie Santigold, dann wie Metallica, dann wie Bad Religion, dann wie The Cure und dann wie The Clash

Welche drei Alben laufen bei dir momentan auf Rotation?

Ingo: "Treibeis" von Captain Planet, "Boxer" von The National und "Koi No Yokan" von den Deftones.

Welche Band wird deiner Meinung nach am meisten unterschätzt?

Ingo: Slayer – Die sind eine der größten Bands der Welt, sollten aber die größte Band des Universums sein!

Welche Band wird deiner Meinung nach am meisten überschätzt?

Ingo: Ich versteh die meisten Hypethemen einfach nicht. Da kannste hier gerne 98% aller gerade total hippen und angesagten Bands einfügen.

Welchen Moment in deiner musikalischen Karriere würdest du bisher als das ultimative Highlight bezeichnen?

Ingo: Die gesamten fast zwanzig Jahre, in denen wir unsere Band schon machen dürfen, sind der Moment. Jede Show, jeder Studioaufenthalt, jede Reise, jede Bekannt- und Freundschaft und jedes kleine große neue Ziel machen das alles so unbezahlbar! Ich freu mich einfach riesig darüber, im 19ten Bandjahr die größten Donots-Konzerte jemals spielen zu dürfen (im Dezember geht’s weiter, bitte vorbeikommen, dankeschön!), mit „Wake The Dogs“ ein Top Ten Album zu haben, mit dem ich meine Eltern beeindrucken kann, und die Aussicht darauf, im März 2013 mit Flogging Molly zusammen die Westküste zu betouren. Frag mich danach nochmal und ich hab schon wieder neue Ziele und Highlights vor Augen! Es bleibt spannend, versprochen!

Donots feat. Frank Turner - So Long

 

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