Recht: Was sind Künstlersozialkasse und Künstlersozialabgabe?

Muss ich als Blogger oder Musiker eine Künstlersozialabgabe zahlen?

2015 wird die Künstlersozialabgabe verstärkt überpfüft. Doch viele wissen bis her noch gar nicht, dass sie gesetztlich verpflichtet sind, eine Abgabe zu zahlen. Betroffen sind alle Unternehmer also auch Bands und Blogger, die künstlerisch Leistungen in Anspruch nehmen. Hier erfahrt ihr mehr.

Die Künstlersozialkasse - was ist das?

Die Künstlersozialkasse (KSK) ist eine wichtige Einrichtung und ersetzt bei notorisch klammen Freiberuflern (also Künstlern, Musikern und Journalisten etc.) in Sachen Sozialabgabe den Arbeitgeber. Sie übernimmt zusammen mit dem Bund stellvertretend ca. die Hälfte an Krankenversicherungskosten und Rentenbeiträgen ihrer Mitglieder. Die jeweils anderen Teile bezahlt der Freiberufler selbst. Was viele nicht wissen: für die genannten Berufe ist die KSK Pflicht, nicht freiwillig! Wer also in künstlerisch-publizistischen Bereich selbständig ist, etwa als Musiker, muss seine Versicherungspflicht von der KSK prüfen lassen. Anders könnten viele Freiberufler ihre Sozialabgaben auch gar nicht stemmen.

Die Künstlersozialabgabe - wer ist abgabepflichtig?

Damit das ganze System funktioniert, muss die KSK aber auch Geld einnehmen. Im Prinzip verdient die KSK ihr Geld damit, dass sie von allen Unternehmen, die künstlerisch-publizistische Arbeit verwerten eine Abgabe fordert. Und hier liegt der Knackpunkt; denn viele wissen nicht, dass sie zu einer solchen Abgabe verpflichtet sind.

Im Juli 2014 wurde eine Gesetzesänderung erlassen, die intensivere Prüfungen vorsieht, denn bisher ist die Zahlungsmoral bescheiden. Für das Jahr 2015 ist ein Abgabesatz von 5,2% auf künstlerisch-publizistische Arbeit vorgesehen. Viele Unternehmer also auch Blogbetreiber, Bandleader, Theater, Tonstudios etc. stehen vor der Frage, ob und wofür sie eine Abgabe leisten müssen, wenn sie zum Beispiel einen Musiker für ihre Weihnachtsfeier buchen, einen Webdesigner für die neue Website engagieren oder Ähnliches.

Grundsätzlich muss jedes Unternehmen, das regelmäßig künstlerische Leistungen in Auftrag gibt Abgaben leisten.

Allerdings entstehen im Arbeitsalltag oft komplizierte Konstellationen, wer daher auf Nummer sicher gehen will, kann sich mit diesem kostenlosen eBook zum Thema Künstlersozialabgabe schlaumachen. Hier werden die Neuerungen für Unternehmen ausführlich besprochen. Bis Ende März müssen Unternehmen ohne Aufforderung eine Jahresmeldung abgeben. Und wer wissen will, ob er als Künstler oder Publizist versicherungspflichtig ist, kann das direkt bei der KSK erfahren. 

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