Rekordstrafe für illegale MP3s

Italienischer DJ soll 1.4 Mio Euro zahlen
Ein italienischer DJ, der 2000 MP3 ungeklärter Herkunft auf seinem Rechner hatte, soll rund 1,4 Mio Euro Strafe zahlen. Dieses Exempel statuierten die italienischen Behörden, um das öffentliche Abspielen von illegalen Files einzudämmen.

Bei einem derartigen Urteil dürfen einem schon mal Zweifel an der Rechtstaatlichkeit unserer europäischen Freunde kommen. Hätte der DJ seine MP3s rechtmäßig erworben, wären diese rund 2000 Euro wert gewesen. Selbst wenn jeder Track von einem Album stammen sollte, wäre man immer noch mit rund 30 000 Euro dabei. Doch 1,4 Millionen Euro für ein bisschen Musik bezahlen zu sollen, sprengt jegliches demokratische Vorstellungsvermögen.

Dabei hatte der DJ seine Musik nicht etwa massenhaft zum Kopieren freigegeben, sondern diese lediglich in einem Nachtclub abgespielt. So etwas nannte man in der Musikbranche früher einmal Promotion. Doch heute freut sich die italienische Musikindustrie über das Urteil.

"Dieser DJ zog durch die Clubs und machte mit der Musik, die er spielte, Geld ? während die, die ursprünglich ihre Zeit, ihr Talent, harte Arbeit und Geld in die gespielte Musik gesteckt hatten, keinen Cent bekamen. Wir hoffen, dass dies andere abschrecken wird, die dasselbe tun wollen", so zitiert heise.de den Direktor des italienischen Branchenverbandes.

Die italienischen Behörden hatten in letzter Zeit mehrere Razzien in Clubs und Radiostationen gefilzt und waren dabei - Überraschung! - auf unzählige MP3 Dateien gestoßen, deren Herkunft sich nicht hinreichend klären ließ. (ur)

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