R.I.P. Muhammad Ali - Der große Boxer, Menschenrechtler und Rap-Urvater ist tot

Die besten Zitate des Greatest of all time

Muhammad Ali ist tot. Der große Sportler und Mensch starb im Alter von 74 Jahren und hinterlässt ein riesiges Vermächtnis. 

Er war nicht nur einer der besten Boxer aller Zeiten, zur Legende wurde Muhammad Ali auch wegen seiner scharfen Zunge. Schon früh bläute er seinen Gegnern ein, dass er der Größte sei, um diese einzuschüchtern.

"I am the greatest, I said that even before I knew I was."

Doch die Wirkung seiner Worte verfehlte ihr Ziel nie und weckte die in den 60ern noch stark unterdrückte schwarze Bevölkerung förmlich auf. Und das Sportidol nutzte seine Macht, um die politischen Verhältnisse zu verändern. 

""Float like a butterfly, sting like a bee, his hands can't hit what his eyes can't see."

Mit diesem berühmten Zitat meinte Ali viel mehr als nur das Boxen. Es war auch ein Schlachtruf Black Power-Bewegung, die Ali in den 60ern unterstützte.

"I am America. I am the part you won't recognise, but get used to me. Black, confident, cocky. My name, not yours. My religion, not yours. My goals, my own. Get used to me."

Später gab sich Muhammad Ali politisch gemäßigter und profilierte sich als lautstarker Gegner des Vietnam Krieges, verweigerte den Kriegsdienst und wurde dafür zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, blieb aber gegen Zahlung einer Kaution auf freiem Fuß. Außerdem wurde er für drei Jahre vom Boxsport gesperrt. 

"Why should they ask me to put on a uniform and go 10,000 miles from home and drop bombs and bullets on brown people in Vietnam while so-called Negro people in Louisville are treated like dogs and denied simple human rights?"

Mit seinem sensationellen Comeback beim "Rumble in the jungle" gegen George Forman wurde der Sportler zur Legende. Sein großes Thema blieben aber die Rechte seiner schwarzen Brüder und Schwestern. 

""I'm gonna fight for the prestige, not for me, but to uplift my little brothers who are sleeping on concrete floors today in America. Black people who are living on welfare, black people who can't eat, black people who don't know no knowledge of themselves, black people who don't have no future."

Statt seine Millionen sinnlos zu verprassen, engagierte sich Ali Zeit seines Lebens für die Armen und Unterdrückten. Und das hatte einen ganz einfachen Grund, den man besser nicht formulieren könnte.

"I know I got it made while the masses of black people are catchin' hell, but as long as they ain't free, I ain't free."

Nach den Terroranschlägen 2001 setzte sich Ali verstärkt für den Islam ein, zu dem er 1964 konvertiert war und verteidigte seine Religion gegen unberechtigte Vorwürfe und Angriffe. 

""What's really hurting me - the name Islam is involved, and Muslim is involved and causing trouble and starting hate and violence. Islam is not a killer religion, Islam means peace. I couldn't just sit home and watch people label Muslims as the reason for this problem."

Und bevor irgendjemand von Rap gehört hat, hat Muhammad Ali diese Kunstform in den 60ern und 70ern mal eben erfunden und eine ganze Generation schwarzer Straßenkids die Sprache gelehrt, die später als Rap die Musikwelt komplett auf den Kopf stellen sollte. 

"I done wrestled with an alligator, I done tussled with a whale; handcuffed lightning, thrown thunder in jail; only last week, I murdered a rock, injured a stone, hospitalised a brick; I'm so mean I make medicine sick." 

Wir verneigen uns vor dem Größten aller Zeiten. Rest in power!

 

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