Sind 99 Cent zu wenig?

Musik-Industrie will Preise bis zu 1,49 US-Dollar durchsetzen - iTunes hält dagegen

Schenkt man US-amerikanischen Medienberichten Glauben, befindet sich Computerhersteller und iTunes-Betreiber Apple inmitten einer Fehde mit den Majors um die künftige Online-Preispolitik.

Die mangelnde Bereitschaft von Apple-Boss Steve Jobs, dem Drängen auf Erhöhung des derzeitigen Einheitspreises von 99 US-Cent auf 1,49 US-Dollar nachzugeben, stieß bei einigen großen Konzernen jedenfalls auf wenig Gegenliebe. So zeigte der Launch des japanischen iTunes-Stores, der unlängst über die Bühne ging, dass die beiden Multis Sony BMG und Warner Music Group dort keine Titel mehr einstellen. Grund für diesen Entschluss sei der Unmut über Jobs Beharren auf dem 99-Cent-Modell gewesen, mutmaßt die Branche.

In der jüngsten Vergangenheit hatten sich immer wieder vor allem große Label gegen die 99-Cent-Politik von Steve Jobs ausgesprochen. Die 70 US-Cent, die man pro Track erhalte, seien schlicht und einfach zu wenig, so der Grundtenor.

Kritiker bezweifeln jedoch, mit höheren Preisen einen Massenmarkt im Netz für Downloads schaffen zu können. Nach wie vor macht das Downloadgeschäft nur einen kleinen Teil des Gesamtumsatzes der Musikindustrie aus. (md)

Tonspion präsentiert täglich die beste neue Musik mit Streams, Videos und kostenlosen Downloads sowie die wichtigsten Neuheiten aus dem Netz.

amazon music unlimited

Tonspion Newsletter

Alle wichtigen Neuigkeiten aus der Welt der Musik einmal wöchentlich in deine Mailbox.
* Pflichtfeld