Sinead O'Connor vs. Miley Cyrus

Erbitterter Twitter-Streit über Prostitution und psychisch Kranke

Sinead O'Connor hat eine Serie offener Briefe an den Teeniestar Miley Cyrus geschrieben und fordert sie auf, sich bei ihr und allen psychisch Kranken zu entschuldigen - und sich nicht weiter öffentlich zu "prostituieren".

Auslöser des erbitterten Streits war eigentlich ein Kompliment: Miley Cyrus (20) hatte in einem Interview mit dem Rolling Stone zugegeben, dass ihr aktuelles Video "Wrecking Ball" von Sinead O'Connors "Nothing Compares 2 U" beeinflusst sei.

O'Connor (46) freute sich offenbar darüber, nahm dies aber zum Anlass auf ihrem Facebook Profil einen "mütterlichen" Brief an Cyrus zu schreiben, in dem sie der jungen Sängerin rät, ihren Körper nicht weiter zu prostituieren, nur um sich von ihrem alten braven Image als "Hannah Montana" zu lösen.

Sie sei ein "Role Model" für unzählige junge Frauen und sende damit die falschen Signale. Außerdem habe sie es gar nicht nötig, sich auf diese Weise von ihrem alten Image zu distanzieren, da sie ja schließlich gute Platten mache. Sie werde offenbar falsch beraten von Männern, die sich von dem Geld, das sie mit ihrem Körper verdienten Yachten kaufen werden, während sie selbst vermutlich irgendwann in einer Entzugsklinik landen werde.

Darauf hin postete Cyrus einen Screenshot mit Facebook-Einträgen von Sinead O'Connor bei Twitter, die vor zwei Jahren entstanden waren. Darin bat sie um dringende Hilfe und die Adresse eines Psychiaters in Dublin.

O'Connor konterte mit einem zweiten offenen Brief, in dem sie deutlich Stellung bezieht: ja, sie habe mit psychischen Problemen zu kämpfen und ja, an diesem Tag habe sie dringend Hilfe gebraucht. "Hast du irgendeine Idee, wie dumm und gefährlich es ist, sich über Leute lustig zu machen, die krank sind?" Außerdem postete Cyrus das Bild, als Sinead O'Connor auf der Bühne das Bild des damaligen Papstes zerriss, um gegen den Missbrauch in der Kirche zu demonstrieren.

Sie (Cyrus) stelle damit nur ihre Ignoranz zur Schau, in dem sie diese Handlung, zu der sie heute noch voll und ganz stehe, in die Nähe von geistiger Verwirrung rücke. Sie solle sich lieber weiterbilden, falls sie nicht zu beschäftigt damit sei, ihre Titten rauszuholen.

Cyrus bot O'Connor in einem weiteren Tweet an, sich zu treffen, doch O'Connor lehnte diesen offensichtlich nicht ernst gemeinten Vorschlag ab und redete sich in einem dritten Brief endgültig in Rage, besteht auf die Entschuldigung bei ihr und allen psychisch Kranken, zu denen schließlich auch ihre beste Freundin Britney Spears gehörte. Ansonsten werde sie von ihrem Anwalt hören. Wenn sie so weitermache, werde sie ohne Zweifel auch beim Psychiater landen und dann werde sie sie gerne besuchen, auch ohne sich über sie lustig zu machen.

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