Sonific schließt

Major Labels nach wie vor nicht bereit fürs Web 2.0
Gerd Leonard hatte die Idee, mit Sonific eine legale Web 2.0-Plattform zu entwickeln und die Inhalte dafür von den Labels zu lizenzieren. Doch die Majors schotten sich weiterhin ab.

Die grundsätzlich tolle Idee, dass Musiker bei Sonific ihre Alben hochladen und anschließend per Widget (also wie bei YouTube) auf ihre Seite oder wo auch immer im Netz einbinden können, stieß bei der Musikindustrie auf nicht viel Interesse. Deshalb zieht der Gründer Gerd Leonard nun die Konsequenzen und schmeißt hin.

In seiner Begründung, wirft er den Major-Labels vor, durch absurde Forderungen legale Musik im Netz weiterhin aufzuhalten und stattdessen lieber zuzuschauen, wie illegale Plattformen immer mehr Nutzer anziehen. Die einzige Möglichkeit, eine neue Musik-Plattform durchzusetzen sei derzeit, mit Musik - ob legal lizenziert oder nicht - so schnell wie möglich große Mengen von Nutzern anzuziehen, sich möglichst schnell an einen großen Konzern zu verkaufen und diesem dann zu überlassen, die Labels mit prall gefüllten Kassen zu beschwichtigen.

Auf diese Weise wurde in der Vergangenheit jeglicher Versuch, die Vorteile des Web für neue und legale Geschäftsmodelle zu nutzen, unterbunden. Dass sich die Industrie durch diese Verhinderungs-Strategie letztlich ins eigene Fleisch schneidet, ist inzwischen durch Zahlen hinreichend belegt.

Udo Raaf / Tonspion.de

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