Soundcloud führt Audio-Werbung ein

Künstler und Labels fordern Beteiligung am erfolgreichen Streaming Dienst

Soundcloud ist einer der größten Startups aus Berlin und hat sich in den vergangenen Jahren zum populären Dienst für Musiker und Labels entwickelt, um ihre Musik online zu hosten. Nun stellt Soundcloud ein neues Modell vor, mit dem die Kreativen auch bezahlt werden können.

Bisher war Soundcloud auch deshalb so populär, weil es seinen Dienst ohne lästige Reklame und völlig kostenlos anbot. Damit ist jetzt Schluss.

Die Erwartungen von Plattenfirmen, Künstlern und Investoren zwingen Soundcloud dazu, ein Geschäftsmodell einzuführen, das am Ende auch Geld abwirft: so soll es ab sofort vor den Streams einen 15-sekündigen Audio-Werbespot geben, sofern es der Musiker oder sein Label wünscht. Der Nutzer hat dann wie bei Spotify und Co. die Möglichkeit, sich ein kostenpflichtiges Abo zu kaufen, um sich von den Audiospots "freizukaufen".

Die Einnahmen fließen dann an die Labels und Künstler zurück, deren Musik auf Soundcloud zu hören ist. Soundcloud musste ihnen etwas anbieten, da es immer wieder urheberrechtliche Probleme gegeben hatte und vor allem die großen Plattenfirmen den Druck auf den Dienst massiv erhöht hatten. Deshalb bot Soundcloud den Majors eine Beteiligung an, um gemeinsam ein Geschäftsmodell zu entwickeln.

Soundcloud sei von Anfang an für die Kreativen gewesen, so ein Sprecher gegenüber SPIN. Trotz der Beteiligung aller drei Major-Plattenfirmen an Soundcloud werde man auch mit Indies und neuen Künstlern sprechen, um ihnen Gelegenheit zu geben, künftig direkt über ihren Soundcloud Premium-Account Einnahmen zu erzielen. Derzeit ist das nur über Einladung in den USA möglich, in den kommenden Wochen soll das kostenpflichtige Angebot für alle Soundcloud-Nutzer verfügbar sein.

Weiterhin ohne Werbung kommen die Accounts "Free" und "Pro" aus. Wie viele Musiker tatsächlich zu einem Premium Account wechseln und Werbung vor ihre Tracks schalten wollen, wird sich also erst noch zeigen. So richtig lukrativ wird das voraussichtlich erst ab einer großen Anzahl von Plays, also bei aktuellen Hits.

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