Spotify: Die Zukunft der Musik?

Streaming-Anbieter will Musikkonsum verändern

Auf Spotify ruhen zur Zeit die Hoffnungen der Musikbranche. Der schwedische Anbieter will mit seinem Angebot die Art und Weise, wie wir Musik hören verändern. Und macht dabei vieles richtig.

Spotify ist einer der vielversprechendsten neuen Musikdienste und hat in diesem Jahr bereits einige wichtige Preise abgeräumt. Der Grund ist einfach: die Entwickler des Musikdienstes haben sich genau angeschaut, wie Musik gehört wird.

Spotify ist im Grunde so etwas wie eine Streaming-Variante von iTunes. Sämtliche Musik steht online bereit und kann vom User jederzeit an jedem Ort gehört und in Playlists gespeichert werden. Der Download ist nicht vorgesehen, da der Anbieter offenbar davon ausgeht, dass sein Service immer verfügbar sein wird.

Auch für die Vorstellung der neuen iPhone-Application haben sich die Spotify-Entwickler etwas Besonderes ausgedacht: man kann seine gespeicherte Playlist auch unterwegs anhören, selbst wenn man nicht mit dem Internet verbunden ist. Und das ist eine echte Neuerung, die kein Streaming-Anbieter bisher im Angebot hat und ein echter Fortschritt.

Für sein Angebot setzt Spotify auf Peer-to-Peer-Technologie wie sie auch in Tauschbörsen eingesetzt wird, bietet aber ausschließlich legal lizenzierte Files an, das heißt, User können nicht einfach ihre Musiksammlung ins System einspeisen.

Das Angebot von Spotify wirft eine grundsätzliche Frage auf: muss man Musik eigentlich noch besitzen? Oder genügt nicht der reine Zugang zur Musik, während die eigentlichen Daten selbst irgendwo draußen im Netz herumschwirren?

Hier gibt es selbst unter Fachleuten mindestens genauso viel Uneinigkeit wie über die Frage, ob das Album tot ist und inzwischen von der Playlist abgelöst wurde. Doch die Antwort auf beide Fragen lautet wohl am ehesten "Jein", denn genauso wie die Menschen sich darin unterscheiden, welche Musik sie hören, unterscheiden sie sich in der Art und Weise, wie sie diese hören. Eines steht aber wohl jetzt schon fest: Spotify wird den Downloadanbietern enorm Konkurrenz machen. Das Basisangebot ist kostenlos (mit Werbung) verfügbar, wer mehr Service und keine Werbung haben möchte ist schon mit 10 Euro pro Monat dabei.

Wann der Dienst in Deutschland starten wird ist noch unklar, derzeit sind die Lizenzverhandlungen noch nicht abgeschlossen. Bisher ist das Angebot nur in Schweden, Norwegen, Finnland, Großbritannien, Frankreich und Spanien verfügbar. 

 

Tonspion Newsletter

Alle wichtigen Neuigkeiten aus der Welt der Musik einmal wöchentlich in deine Mailbox.
Kein Spam, versprochen! Du kannst dich in jedem Newsletter wieder abmelden.
* Pflichtfeld

Tonspion präsentiert täglich die beste neue Musik mit Streams, Videos und kostenlosen Downloads sowie die wichtigsten Neuheiten aus dem Netz.
Folge uns auf Facebook:

Ähnliche News

Die Toten Hosen (Foto: Erik Weiss)

Die Toten Hosen jetzt auch bei Streaming Diensten verfügbar

Alle 44 Alben im Stream
Die Toten Hosen gehörten bisher zur kleinen Gruppe der Künstler, die sich noch gegen den unaufhaltsamen Streamingtrend stellten. Das hat nun ein Ende. Jetzt können Fans sich freuen, denn die Punkrocker stellen alle ihre Alben zum Streamen bereit.
Playlist: Songs über die Liebe

Playlist: Songs über die Liebe

Der Soundtrack zur rosaroten Brille
Frisch verliebt? Ganz unabhängig von der Jahreszeit von Frühlingsgefühlen gepackt? Sehr schön! Hier ist unsere Playlist mit Songs, die deine Verliebtheit nochmal auf ein ganz anderes Level heben!
Apogee Element 88 - Audio Interface der Spitzenklasse

Apogee Element 88 - Audio Interface der Spitzenklasse

Das Mac-optimierte Audio Interface für professionelle Liveauftritte und Studioaufnahmen
Musik wird heute in erster Linie am Computer produziert. Dazu benötigt man ein professionelles Audio Interface, das die eingehenden Signale ohne Verluste umwandelt. Das Apogee Element 88 ist speziell für Mac optimiert und ermöglicht, eine komplette Band mit dem Macbook oder iPad aufzunehmen. Wir haben uns das Gerät angesehen.
Apple Music

Streaming: Apple Music greift Spotify an

Vom Musikstreaming-Dienst zur Entertainment Plattform
Apple Music rüstet sich gegen die Konkurrenten Spotify und Pandora und plant Filme und TV-Serien wie South Park mit ins Programm aufzunehmen. Läuft der Musikstreaming-Dienst damit Gefahr sein Angebot wie MTV zu verwässern?
Maggie Koerner (Pressefoto)

5 Platten, die du im Januar hören solltest

Die Tonspion Redaktion empfiehlt
Ist den Ohren im Januar noch etwas einsam zumute? Weißt du nicht, was du deinen Gehörgängen in den kommenden 30 Tagen Gutes tun kannst? Diese Liste mit Redaktions-Empfehlungen der allerjüngsten Musikgeschichte hilft gern.