Spotify hält an Freemium Modell fest

Keine exklusiven Inhalte für Bezahl-Abos

Wie das Wirtschaftsmagazin Wall Street Journal vor zwei Tagen berichtete, habe Spotify die Einführung einer Testphase exklusiver Streams für Bezahlkunden geplant. Mit einem Statement wandte sich jetzt Spotify Deutschland an uns und dementierte die Spekulationen.

Der größte Musikstreaminganbieter Spotify wird laut eigener Aussage weiterhin an ihrem Freemium Modell festhalten. Wir berichteten gestern von einer eventuell geplanten Testphase zur Einführung exklusiver Streams für Bezahlkunden und stützten uns dabei auf einen Bericht des angesehenen Wall Street Journal.

Unter Berufung auf "gut informierte Kreise" behauptete das Wirtschaftsmagazin, Spotify habe Musik-Managern Tests in Aussicht gestellt, wonach bestimmte Alben nur für Kunden mit Bezahlabonnement zum Streamen freigegeben werden sollen. Inwieweit das ein Test bliebe oder wirklich langfristig etabliert werden könnte, sei nicht bekannt.

Hat Spotify abgeschüttelt: Taylor Swift

Spotify widerspricht nun dieser Darstellung und veröffentlichte folgendes Statement:
"Wir glauben zu 100 Prozent an unser Freemium-Geschäftsmodell. Die Kombination aus einem kostenlosen, werbefinanzierten Angebot und einem umfassenden Premium-Angebot ist der beste Weg, um Musik an Fans zu liefern. Wir schaffen so Mehrwerte für Künstler und Songschreiber, und unterstützen das Wachstum der gesamten Musikindustrie."

Nutzer der kostenlosen Variante können demnach aufatmen. Exklusive Inhalte bekannter Künstler nur für Bezahlkunden wird es auf Spotify laut eigener Aussage also nicht geben. In letzter Zeit vermehrt sich jedoch die Anzahl namhafter Künstler, welche Spotify den Rücken kehren. Letztes Jahr entfernte Taylor Swift ihre komplette Musik vom Spotify-Angebot, weil sie ihre Musik nicht verschenken wolle. Bei Bezahldiensten wie Apple Music sind die Alben jedoch weiterhin vertreten. Adele hat ihr vor kurzem veröffentlichtes Album 25 den Streamingdiensten in Gänze verwehrt, vermutlich aber aus rein wirtschaftlichen Gründen: ihr Album verkauft sich auch ohne Streaming wie geschnitten Brot.

Dass Coldplays neuestes Album "A Head Full Of Dreams" erst ab diesen Freitag (Release: 04.12.) im Spotify-Angebot verfügbar sein wird, begründet Marcel Grobe, Head of Communication für Deutschland, Österreich und die Schweiz auf Nachfrage damit, dass im gesamten Musikmarkt derzeit verschiedenste Möglichkeiten getestet werden. Das sogenannte "Windowing" sei nur eine davon.

Den Marktführer Spotify nutzen laut eigenen Aussagen etwa 75 Millionen Kunden, davon 20 Millionen (26,6%) mit einem Abonnement (Stand: Juni 2015).

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