Stiftung Warentest kritisiert MP3 Player

iPod Shuffle fällt bei den Testern durch
Nie zuvor wurden so viele MP3 Player verkauft wie heute. Grund genug für die Stiftung Warentest, sich das aktuelle Angebot genauer anzuschauen. Fazit: Kein "sehr gut", dafür einige "ausreichend".

Stiftung Warentest hat sich aus allen Gerätetypen einige Player ausgesucht und diese auf Herz und Nieren geprüft.
Dabei wurde unterschieden in MP3 Player mit Flashspeicher, Musikplayer mit Festplatte und Multimediaplayer mit Foto und Videowiedergabe.

Flashplayer sind meistens sehr klein und leicht und vor allem für Sportler geeignet, die keinen Ballast mit sich herumtragen möchten. Dafür ist der Speicherplatz meist auf 512 MB begrenzt. Hier wurde vor allem der Apple iPod Shuffle bemängelt, denn der besitzt kein Display, so dass man sich die Songtitel nicht anzeigen lassen kann. Außerdem ist das Aufladen eine langwierige Angelegenheit. Und sollte nach einigen Ladevorgängen der Akku schließlich schlapp machen, kostet es über 100 Euro einen neuen Akku einbauen zu lassen. Also genau so viel wie der gesamte Player. Entsprechend gab es nur ein "ausreichend" für die erfolgsverwöhnten Apple. Besser weg in dieser Klasse kommen der Trekstor i.Beat und der Creative MuVo Micro N200, die beide mit einem "Gut" bewertet wurden.

Auch bei den größeren (und schwereren) Festplattenspielern liegt Creative mit seinem Zen Micro vorne gemeinsam mit dem Sony NW HD 3.

Bei den Multimediaplayern kommt Apple mit dem iPod photo wieder auf ein achtbares Ergebnis, allerdings auch nicht über ein "Befriedigend" hinaus. Bemängelt wurden hier vor allem die Qualität des Displays und der schlechte Tragkomfort durch das hohe Gewicht. Der Hauptkonkurrent iRiver H10 kommt auf ein sehr ähnliches Ergebnis.
Die Player mit Videofunktion kommen durch die oft schlechten Displays und enormen Stromverbrauch durchweg nicht über ein "ausreichend" hinaus. Hier sollte man vielleicht doch noch warten, bis die Technik weiter ausgereift ist.

Insgesamt ist erstaunlich, dass fast alle Player "gut" klingen. Die Unterschiede sind vor allem in der Leistung des Akkus, dem Tragekomfort und in der Handhabung zu suchen. (ur)

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