Streaming-Service Rdio zahlt Musiker für neue User

Künstler erhalten 10 Euro pro Fan

Die neuen Musik-Streaming-Anbieter kämpfen um Marktanteile. Nun hat der Service Rdio angekündigt, Musikern für jeden neuen Nutzer, den sie auf ihren Service bringen, 10 Euro zu zahlen. 

Spotify hat es in Skandinavien vorgemacht, wie Musikstreaming zum erfolgreichen Geschäftsmodell werden kann. Nun stehen zahlreiche weitere Anbieter in den Startlöchern, um den Markt zu erobern. Das Prinzip: Mit einem Abo kann man grenzenlos Musik hören, ein Monat kostet meistens rund 10 Euro. Da die Musik auf Vertragsdauer nur geliehen ist, ist das Musikstreaming bislang eher eine Alternative fürs Radio, als für die CD oder den Download. Die diversen Dienste unterscheiden sich lediglich im Detail, wie unser Vergleich zeigt.

Nun hat der US-Anbieter Rdio einen Schritt gemacht, um die Künstler auf seine Seite zu ziehen. Jeder Musiker der seine Musik auf Rdio veröffentlicht und seine Fans dazu bringt, Nutzer von Rdio zu werden, erhält 10 Euro pro neuem Nutzer. 

„Ohne Künstler gibt es keine Kunst“, sagt Rdio-Gründer Janus Friis, der sowohl die Tauschbörse Kazaa als auch Skype mitentwickelt hatte. „Als Teil dieser Branche wissen wir, dass sich ein Geschäft, das seine wichtigsten Beteiligten nicht honoriert, ändern muss. Die Erfindung des Internets sollte kein Hindernis für den Erfolg von Künstlern sein; es sollte ihnen erlauben, noch erfolgreicher zu sein.“ 

Rdios Artist Program wird in allen 14 Ländern, in denen Rdio bereits verfügbar ist, eingeführt und alle Künstler, die bereits eine eigene Seite haben, können an dem Programm teilnehmen. Erste prominente Teilnehmer des neuen Artist Programms sind die Scissor Sisters, Snoop Dogg aka Snoop Lion, Chromeo und Brendan Benson von The Raconteurs. 

Bestenliste: Alle Streaming-Anbieter im Vergleich

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