Studie: Spotify & Co. fressen Downloads

Das große Nullsummenspiel der Musikindustrie

Eine von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, dass Streaming sich nicht postiv auf die Umsätze der Musikindustrie auswirken. Zwar zahlen mehr Menschen für Musik, aber dafür kaufen sie weniger Downloads und CDs.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass das Streaming insgesamt "umsatzneutral" sei. Zahlende Abonnenten von Spotify und Co. haben keinen Grund mehr illegale Angebote und Piratenseiten zu nutzen, aber sie haben auch wenig Grund, überhaupt noch Musik zu kaufen. 

Streaming vs. Downloads
Streaming vs. Downloads

Die Macher der Studie rechnen vor, dass auf 137 Streams ein Download weniger verkauft werde. Im Durchschnitt verdienen die Labels an einem Stream ca. $0,007 und an einem  verkauften Download $0,82. Auf der anderen Seite machen 47 Spotify Streams einen illegalen Download weniger. 

Die Behauptung von Spotify-Chef Daniel Ek, dass Streamingangebote auch den Verkauf von Musik stimuliere und mehr Menschen wieder Musik kaufen, die sie im Streamingabo entdecken, können die Wissenschaftler nicht bestätigen. 

Für durchschnittliche Nutzer ist das Streaming über ein Premium Abo mit umgerechnet 10 Dollar allerdings deutlich teurer, als der Kauf von Platten. Im Jahr 2002 gab der durchschnittliche amerikanische Musikhörer im Schnitt ca. 60 Dollar für CDs aus, fürs Streaming zahlt er heute das Doppelte, allerdings ohne dass er die Musik am Ende auch besitzt. 

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