Tauschbörsen-Update: Bittorrent

Es kann nicht immer Kazaa sein: Mittlerweile gibt es unzählige Alternativen zu den großen und allbekannten Tauschbörsen. Doch welches Programm empfiehlt sich wofür? Was ist sicher, was effektiv? Unsere kleine Tauschbörsen-Serie widmet sich heute Bittorrent, dem schnellen Außenseiter der P2P-Szene.

Genau genommen ist Bittorrent gar keine Tauschbörse im klassischen Sinn. Zwar baut das Programm auf P2P-Prinzipien auf und hilft dabei, Inhalte von anderer Leute Festplatte herunterzuladen. Doch im Gegensatz zu Kazaa und Co. setzt Bittorrent dazu nicht auf ein ständig bestehendes Netzwerk, in dem Suchanfragen von PC zu PC weitergeleitet werden. Statt dessen vertraut Bittorrent das Auffinden der Inhalte weiterhin dem guten alten Web an.

Wer Bittorrent nutzen will, muss deshalb erst einmal eine Webseite mit dem von ihnen gewünschten Dateien finden. Dazu gibt es eine ganze Reihe von nicht so ganz legalen Angeboten im Netz, die sich ersten Plätze einschlägiger Google-Suchen gesichert haben. Doch mittlerweile bieten auch immer mehr ganz legale Webseiten Bittorrent-Downloads an. Ein Beispiel dafür ist Legaltorrents.com. Die Webseite verbreitet die Back-Kataloge einer ganzen Reihe von Netzmusikseiten wie Thinner und Mono:tonik. Dazu bietet sie so genannte Torrent-Links an. Wer Bittorrent installiert hat, startet mit einem Klick auf diese Links automatisch den Download der gewünschten Datei.

Dabei baut er eine Verbindung zu einer Reihe von PCs auf, die im gleichen Moment auf die gleiche Datei zugreifen wollen. Arbeitsteilig wird dann gemeinsam heruntergeladen und getauscht, bis jeder seinen Download komplettiert hat. Dabei geht der Download schneller, wenn man mehr Daten an andere weiterleitet. Bittorrent empfiehlt sich insbesondere für große Dateien. So verbreitet Legaltorrents.com 20-30 MP3s pro Download in einer großen Zip-Datei. Wer per DSL im Netz ist, bekommt die Daten dennoch erstaunlich schnell übermittelt. Modemnutzer sollten dagegen doch lieber bei Kazaa ihr Glück versuchen. (jr)

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