Testbericht: Stiftung Warentest untersucht Streaming Anbieter

Überraschender Testsieger

Stiftung Warentest beschäftigte sich zum zweiten Mal mit Musikstreaming und untersuchte elf aktuelle Anbieter. Der Testsieger heißt nicht Spotify. 

Ganz ehrlich: Streaminganbieter unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Musikauswahl heute kaum noch. Lediglich das Angebot Amazon Music Prime beinhaltet nur eine vergleichsweise kleine Auswahl von Musik, ist dafür aber auch mit Abstand am Günstigsten. Die Musikflatrate für Leute, die nicht alles brauchen. Musik ist bei Amazon Prime nur noch Beiwerk zu den kostenlosen Versandgebühren. Deshalb landete Amazon Prime Music auch weit abgeschlagen mit Note 3,8 am Ende des Feldes.

Überraschender Testsieger ist das Streamingangebot der Mediamarkt/Saturn-Gruppe Juke (1,8) vor dem französischen Anbieter Deezer (2,1) und Jay-Zs Tidal (2,1). Spotify (2,6) und Apple Music (2,5) landeten mit Aldi Life (2,5) und Napster (2,5) im Mittelfeld (wobei Aldi Life von Napster betrieben wird und mit 7,99 Euro das günstigste Abo bietet).

Allerdings kommen die Unterschiede hauptsächlich nur aufgrund der unterschiedlichen AGB zustande. Wer auf eine gut verständliche AGB Wert legt, ist also bei Juke am Besten aufgehoben. Aber wie bei so vielen Tests muss man sich überlegen, ob das für den Nutzer tatsächlich ein wichtiges Kriterium ist. Kaum vorstellbar, dass sich auch nur ein Nutzer tatsächlich die AGBs von einem Dienst durchliest, den er jederzeit unkompliziert wieder abbestellen kann. 

Inhaltlich sind die Dienste jedenfalls heute kaum mehr unterscheidbar und das Design der Apps ist und bleibt wohl reine Geschmackssache. 

Testsieger Juke

 

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