TMTS: "Wir begreifen die Künstler als Start-Ups"

Telekom Musikchef Ralf Lülsdorf über den Telekom Music Talent Space

Mit dem Telekom Music Talent Space geht ein neues Förderprogramm an den Start, dass junge Musiker wie Startups fördern will. Denn gerade beim Start einer Karriere hilft nicht nur Geld, sondern auch Know-How von erfahrenen Profis aus dem Musikgeschäft. Wir haben Telekom Musikchef Ralf Lülsdorf zum TMTS befragt.

Wie wurden die Künstler ausgewählt?

„Wir haben Künstler gesucht, die sich einer frühen Entwicklungsphase befanden, sich durch Einzigartigkeit auszeichneten und eine Story zu erzählen hatten. Wir wollten das Gefühl haben, dass der Künstler zur Marke passt und waren von Anfang überzeugt, mit Adi Ulmansky, Fé und Poolside herausragende Künstler zu TMTS eingeladen zu haben.“

Was ist seit der Accelerator-Woche passiert?

„Nach der fantastischen gemeinsamen Workshop-Phase in Berlin hab ich mich gefragt: Wie arbeiten wir mit den Talents über die Ferne zusammen, wird das funktionieren? Jetzt, nach den ersten zwei Monaten, sind meine Erwartungen bei weitem übertroffen: Wir arbeiten tatsächlich als Partner zusammen. Nicht als Sponsor und gesponsorter Künstler. Mit ADI, mit Fé, mit deren Managern. Es fühlt sich großartig an.“



Können sich andere Musiker für einen zweiten TMTS bewerben?

Ralf Lülsdorf: „Gerade sind wir noch mitten in der Förderphase des ersten TMTS. Der hört ja nicht mit dem Accelerator auf, als wir knallhart in Berlin gearbeitet haben und uns mit den Talents im Funkhaus eingeschlossen haben. Viel wichtiger ist die Arbeit, die jetzt in der Inkubatorphase mit den Künstlern geschieht. Es ist viel Arbeit, die Künstler zu unterstützen und sie und ihre Musik individuell zu fördern. Aber es tut sich etwas! In diesem Jahr wollen wir uns bewusst die Zeit für die ADI und Fé nehmen. Daher scouten wir derzeit keine neuen Talents. Aber vielleicht finden wir eine andere Art der Zusammenarbeit mit anderen Künstlern. Was ich auf keinen Fall machen möchte, ist eine Castingshow zu eröffnen.“

Accelerator, Demo Day, Inkubator – warum die Start-up-Termiologie?

„Die Telekom setzt auf Innovationen und Partnerschaften. Wir begreifen die Künstler als Start-ups, die wir mit unterschiedlichen Mitteln individuell und zielgerichtet entwickeln und fördern wollen, um einen Marketing Return on Invest zu erzielen. Wie auch in der Wirtschaft müssen die Künstler die Investoren bei TMTS mit ihren Ideen, Konzepten und nicht zuletzt als Person überzeugen. Und wie in der Wirtschaft geht es auch hier darum, eine Win-Win-Situation zu erzielen.“

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Über den Telekom Music Talent Space

Die Deutsche Telekom startet mit dem Telekom Music Talent Space eine neue internationale Musikförderinitiative. Das Programm hat die individuelle und zeitgemäße Förderung junger Talente unter Berücksichtigung der Veränderungen der Musikindustrie im digitalen Zeitalter zum Ziel.

Die Telekom hat sich in den letzten Jahren als Förderer sowohl für zeitgenössische Musik (Telekom Electronic Beats) als auch für Tech Start-Ups (hub:raum, T-Ventures) engagiert. Bei TMTS verbindet die Telekom beide Expertisen und nimmt die Rollen des Accelerators und Inkubators ein.

1. Telekom Music Talent Space: Musiker als Startup
2. Telekom Musikchef Ralf Lülsdorf über den TMTS

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