Umfrage: Alle kopieren Musik

Englische Umfrage in der Generation MySpace

Die heutige Generation der Jugendlichen zwischen 14 und 24 ist die erste, die mit dem Internet aufgewachsen ist. Entsprechend ändert sich das Nutzungsverhalten teilweise drastisch. Das Kopieren von Musik ist inzwischen Alltag, wie eine Studie aus England nachweist.

"British Music Rights", die englische Interessensvertretung von Kreativen und Musikverlagen hat eine Studie in Auftrag gegeben, wie die neue Generation der Jugendlichen heute Musik beziehen. Insgesamt 95 Prozent aller 1100 Befragten gab an, Musik regelmäßig zu kopieren, 58 Prozent davon direkt von der Festplatte von Freunden. Das Kopieren aus dem Internet wird inzwischen also immer weniger wichtig, weil Musik direkt von Festplatte zu Festplatte weiter gegeben wird. Immer günstiger werdende Massenspeicher werden diese Entwicklung mit Sicherheit noch beschleunigen.
Rund 90% aller Befragten hören Musik auf einem MP3-Player, der im Schnitt mit 1770 Dateien bestückt ist. Etwa die Hälfte dieser Dateien wurde bezahlt. So weit so schlecht fürs Geschäft.

Aber es gibt auch Hoffnung für die Branche: 80 Prozent geben an, dass sie für einen legalen Filesharing-Service auch bezahlen würden. Und immerhin 60 Prozent würden dennoch weiterhin auch CDs kaufen. Die CD hat also auch in dieser Generation noch eine Bedeutung. Die wichtigste Botschaft aber zum Schluss: in keiner Generation zuvor hat Musik eine größere Rolle gespielt als in dieser. Die einfache Verfügbarkeit von Musik jenseits von Formatradios hat also eine positive Auswirkung auf die Begeisterung für Musik. Dies wirkt sich insbesondere aufs Live-Geschäft aus: inzwischen wird in dieser Generation deutlich mehr Geld für Konzerte ausgegeben als für Musikkonserven.

Udo Raaf / Tonspion.de

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