Universal Music-Chef kündigt Änderungen bei Spotify an

Kostenloses Abo soll eingeschränkt werden

Spotify verhandelt derzeit mit den Plattenfirmen über einen neuen Vertrag. Universal-Chef Lucian Grainge meldete sich jetzt im Hits Magazin zu Wort und kündigte Änderungen bei den kostenlosen Abos an. 

Spotify will sein kostenloses Angebot auf jeden Fall weiterhin anbieten. Chef Daniel Ek vergleicht sein Angebot nicht nur mit einem Plattenladen, sondern auch mit dem Radio, das für den Nutzer ebenfalls kostenlos und werbefinanziert sei und zum Musikgeschäft enorm viel beitrage. Doch Universal-Chef Grainge macht nun die Haltung der Musikindustrie deutlich und schränkt den Handlungsspielraum von Spotify deutlich ein. 

"Nur Freemium wird das sensible Ökostystem von Künstlern, Labels und den Diensten nicht ausreichend unterstützen. Das heißt also, wir müssen eine gute Balance zwischen einem werbefinanziertem und bezahltem Abo finden." (Lucian Grainge / Universal Music)

Künftig dürfte das kostenlose Angebot also deutliche Einschnitte erfahren. Taylor Swift hatte zum Beispiel ihr gesamtes Repertoire von Spoitfy löschen lassen, weil sie ihre Musik nicht kostenlos dort anbieten wollte. Die Plattenfirmen dürften das ganz ähnlich sehen und Spotify die Konditionen, zu welchen sie künftig Musik anbieten dürfen, klar vorgeben. 

Viele Künstler fordern aber gleichzeitig mehr Transparenz bei den Streamingeinnahmen. David Byrne (Talking Heads) etwa kritisierte deutlich die Abhängigkeit der Streamingdienste von den Major Labels: 

"Viele Streamingdienste sind den Plattenfirmen ausgeliefert (besonders den großen drei: Univeral Music, Sony Music und Warner Music) und Geheimhaltungsvereinbarungen halten alle Seiten davon ab, transparent zu sein."

Der Künstler fordert eine radikale Änderung dieser Poltik, die mehr und mehr Unzufriedenheit auf Seiten der Künstler auslösen würde. 

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