Universal senkt CD-Preise in den USA

Im Kampf gegen stark rückläufige Umsätze hat nun die Universal Music Group als erste große Plattenfirma eine längst überfällige Maßnahme beschlossen: die Preise für CDs sollen in den USA ab Oktober deutlich fallen. Ein Vorbild auch für den deutschen Markt?

Bisher lag der empfohlene Verkaufspreis für CDs in den USA bei 16,98 bis 18,98 Dollar. Ab Oktober sollen aktuelle Alben generell für 12,98 Dollar zu haben sein. Da der Handel den Preis von CDs bestimmt, ist dies aber lediglich eine Empfehlung. Der Handelsabgabepreis jedenfalls soll von über 12 auf 9 Dollars pro CD fallen, so dass die Geschäfte die Preissenkung auch an ihre Kunden weitergeben können. Und das sollte auch im Interesse aller sein, denn Universal-Chef Doug Morris verspricht sich davon massiv steigende Verkaufszahlen für CDs. Diese müssten im inzwischen stark angewachsenen Wettbewerb mit anderen Entertainment-Produkten wieder besser positioniert werden.

In Deutschland wurde der laute Ruf nach Preissenkungen bisher immer mit dem schwammigen Argument gekontert, CD-Preise seien Sache des Handels. Dass es auch anders geht, zeigt der Schritt der Universal Music Group. Bleibt zu hoffen, dass andere Firmen auch hier zu Lande zügig folgen. (ur)

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