Universal vs. Youtube und Myspace

Major will Geld

Universal will Geld von Youtube und MySpace. In einer Rede vor Finanzanalysten bezeichnete ein Vorstand der Universal Music Group beide Portale als "Verletzer des Urheberrechts" und kündigte einen rechtlichen Vorstoß an. Konkurrent Warner Music kooperiert hingegen mit YouTube und profitiert von dessen Werbeeinnahmen.

Bisher wurden Youtube und Myspace von den großen Musikfirmen in Ruhe gelassen - weil man von Sony BMG bis EMI selbst Youtube und Myspace nutzt, um eigene Künstler zu promoten. Nun aber schlägt Universal Music überraschend neue Töne an.

Auf einer Investorenkonferenz in New York bezeichnete Firmenchef Doug Morris beide Portale als "Copyright-Verletzer". Nach Aussagen einer anwesenden Finanzanalystin - Presse war bei diesem Meeting nicht zugegen - fordert Morris Millionen von sowohl Youtube als auch Myspace.

Möglicherweise kommt es sogar zu Klagen, ebenso machen aber auch Meldungen über Beschwichtigungsversuche von allen Seiten die Runde. Sollte da zukünftig Geld fließen - egal ob außergerichtlich oder per Urteil - so würden sich weitere Plattenfirmen sicher nicht lange bitten lassen. Ob Universal vielleicht ausschließlich mit dem im Dezember startenden Spiral Frog zusammen arbeiten möchte, was kostenlose Online-Angebote betrifft (wir berichteten)?

Warner Music hat jedenfalls bereits den ersten Deal mit YouTube in der Tasche. So sollen Werbeeinnahmen, die mit Content des US-Majors erwirtschaftet werden, zukünftig geteilt werden. Fair enough. (cb/ur)

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