Warum Apple nervt

Von Zwanginstallationen und geschlossenen Systemen

Diese Überschrift ist sicherlich bestens dazu geeignet, sich eine Packung Hass von überzeugten Apple-Fans abzuholen. Trotzdem: kaum eine Firma setzt auf so dreiste Strategien, um ihre Kunden mit eigenen Produkten zu beglücken. Hier einige Beispiele.

Diese Überschrift ist sicherlich bestens dazu geeignet, sich eine Packung Hass von überzeugten Apple-Fans abzuholen. Trotzdem: kaum eine Firma setzt auf so dreiste Strategien, um ihre Kunden mit eigenen Produkten zu beglücken. Hier einige Beispiele.Seit Jahren ist die häufigste Frage an unsere Redaktion, warum dieser und jener MP3 Download nur gestreamt und nicht heruntergeladen werden kann. Schuld ist in fast allen dieser Fälle, dass das Apple Produkt Quicktime mit der Installation einfach ungefragt die Download-Einstellungen ändert, sich Audiofiles schnappt und im eigenen Player öffnet.

Bisher konnte man dieses Problem durch ein paar Einstellungen im Browser oder der Software direkt beheben - zumindest sofern man einigermaßen routinierter PC-Nutzer ist. Seit Neuestem ist es mir zumindest völlig unmöglich, die Audioeinstellungen in Quicktime zu ändern. Die Software akzeptiert keinerlei Anpassungen in seinen Einstellungen. Das einzige, was bleibt, ist das Programm komplett zu deinstallieren. Unglücklicherweise wird dann aber auch iTunes unbrauchbar - ein Ärgernis für viele iPod-Nutzer. Zum Glück gibt es auch Alternativen zu iTunes, so dass auch eine De-Installation des nervigen Apple-Pakets eine Option ist.

Jetzt zieht Apple durch eine weitere Zwangsinstallation den Hass von PC-Nutzern auf sich. Beim neuesten Update von iTunes und Quicktime wird standardmäßig der Apple-Browser Safari gleich ungefragt mitgeliefert. Computer-Kolumnist Ed Bott vergleicht in seinem Blog die Update-Methoden von Apple und Microsoft und kommt zum Ergebnis, dass Microsoft deutlich respektvoller mit seinen Kunden umgeht. Mit dem Begriff "Update" hat diese Vorgehensweise jedenfalls nichts mehr zu tun.

Apple-Fans werden nun süffisant einwenden, dass all das mit einem Mac nicht passiert wäre. Allerdings gibt es bei Mac auch kaum Alternativen zu den Programmen aus dem Hause Apple. Schließlich ist die Firma von Steve Jobs nicht gerade bekannt dafür, sich den Open-Source-Gedanken auf die Fahnen zu schreiben und sich den - möglicherweise besseren - Produkten der Konkurrenz zu öffnen.

Auch in der Vergangenheit ist Apple immer wieder mit ziemlich rabiaten Methoden in seiner Vertriebspolitik aufgefallen, was der Wiener Standard in einem provokativen Artikel unter der Überschrift "proprietär, tyrannisch, paranoid und gegen den Strom erfolgreich" nachzeichnet und erläutert, warum Apple trotz dieser Methoden - oder genau deshalb - so erfolgreich ist.

Udo Raaf / Tonspion.de

Tonspion präsentiert täglich die beste neue Musik mit Streams, Videos und kostenlosen Downloads sowie die wichtigsten Neuheiten aus dem Netz.

amazon music unlimited

Tonspion Newsletter

Alle wichtigen Neuigkeiten aus der Welt der Musik einmal wöchentlich in deine Mailbox.
* Pflichtfeld

Ähnliche News

Kendrick Lamar - Damn

Kendrick Lamar: Viertes Studioalbum kommt nächste Woche

Noch im April erscheint der "To Pimp A Butterfly" Nachfolger
Mit einer Zeile im letzten Song hat Rapper Kendrick Lamar zuletzt große Hoffnung bei den Fans geweckt. Jetzt veröffentlicht er ein neues Album. Hier ist der Titel und die Tracklist.
Anleitung: Eigenen Android Klingelton erstellen

Anleitung: Eigenen Android Klingelton erstellen

Der individuelle Klingelton für dein Android-Smartphone
Du hast ein Smartphone von Sony, Samsung, HTC oder LG und bist genervt von den Standard-Klingeltönen? Wir zeigen dir, wie du dir individuelle Sounds auf deinem Android-Handy einstellen kannst.
England: Richter erklärt Privatkopie für illegal

England: Richter erklärt Privatkopie für illegal

Deutschland als Vorbild für englisches Urheberrecht
Es ist für uns inzwischen die normalste Sache der Welt: alte oder neue CDs in die Mediathek von iTunes importieren, um sie dann auch unterwegs hören zu können. In England und Wales wurde genau das jetzt wieder verboten.