Wer hat im nächsten Jahr die Nase vorn?

Im Kampf um die Netz-Vorherrschaft gibt es einige Anwärter
Das Jahr 2006 wird ohne Zweifel als das Jahr des Web 2.0 in die Internetgeschichte eingehen. Ob dies auch für das kommende Jahr gilt, hängt sicher mit den Erfolg neuer Websites und Portale zusammen, die unter dem Schlagwort Web 2.0 firmieren. Und davon gibt es eine jede Menge, die auch in Zukunft ein Wörtchen mitzureden haben. Tonspion stellt eine kleine Auswahl dieser Dienste vor.

Last.FM ist eine dieser Portale, das User im grossen Stil miteinander vernetzt und somit zum Web 2.0 gehört. Ursprünglich als Netlabel namens Insine gegründet und dann als Online-Radio und Musikempfehlungsservice weitergeführt, verzeichnet Last.FM heute 15 Millionen Nutzer weltweit. Diese Woche wurden einige neue und überaus spannende Features gestartet. Neben einem Flashplayer und einem Eventkalender bietet Last.FM nun auch über 100.000 Musiktitel an, die von Labels und Bands zum freien Download bereit gestellt werden. Als letztes Feature stellt Last.FM ein Feature namens Taste-o-meter vor, dass nichts anderes macht, als die musikalischen Geschmäcker der User miteinander zu vergleichen und grafisch abzubilden.

Ein weiteres Portal, das Ende August an den Start ging, ist Fanpop. Die Macher von Fanpop sehen sich selbst als ?Social Portal?, da hier Inhalte vom User für den User gemacht werden. Dies bedeutet nichts anderes, als das sich Nutzer des Portals gegenseitig Links und Artikel zu einem bestimmten Thema empfehlen. Im Grunde ein Empfehlungssystem für Inhalte und Themen aller Art, das so ähnlich wie eine Suchmaschine funktioniert. Als einfaches und übersichtliches Portal mit mächtig viel Social Networking Einschlag, könnte Fanpop im nächsten Jahr auch zu grösserer Bekanntheit gelangen.

Zu einer echten Konkurrenz für die Social Networking Plattform Myspace könnte das Portal Facebook werden, denn laut Washington Post gilt Rupert Murdochs Megaportal bei amerikanischen Studenten ?so as last year?, sodass diese mittlerweile immer mehr zu dem 2004 gegründeten Service wechseln. Das ist eigentlich nicht so verwunderlich, denn Facebook bietet wirklich interessante Features, die weit über die Möglichkeiten von Myspace hinausgehen. Neben dem Anlegen eines umfassenden Profils können sich die User auf einfache Art und Weise vernetzen, indem sie zum Beispiel eigene Groups anlegen und durch diese miteinander in Kontakt treten können. Der Service ist vor allem bei Studenten beliebt. Das deutsche Pendant zu Facebook nennt sich Studiverzeichnis.

Das nächste grosse Ding in Sachen Videosharing könnte vielleicht Eyespot werden. Dieses Portal ermöglicht es dem User nicht nur seine Videos upzuloaden, zu beschlagworten (also zu taggen), in Blogs einzubinden und mit anderen Usern zu sharen, sondern auch gleich online zu editieren, also zu schneiden und mit Musik zu versehen. Eyespot könnte somit auch zu einem grossen Player am Videomarkt werden.

Ob das eine oder andere Portal einen ähnlichen Erfolg feiern wird, wie die zwei grossen Dienste Myspace und Youtube, wird sich wohl im nächsten Jahr zeigen.

Übrigens: unsere neue Schwesterseite www.netselektor.de versammelt täglich die besten Webseiten von Nutzern und der Redaktion zusammengestellt. Mit Web 2.0 Features wie Social Bookmarks und freundlichen Empfehlungen der Redaktion.

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