WholeWorldBand: Die ganze Welt ist eine Band

Reeperbahn Festival 2013: Kevin Godley präsentiert kollaborative Musiksoftware

Kevin Godley ist ein ganz alter Hase im Musikbusiness und hatte mit 10cc und Godley & Creme einige Welthits. Jetzt präsentiert er ein neues Projekt, das die technischen Möglichkeiten des Internets fürs Musikmachen voll ausschöpft: WholeWorldBand.

Das Prinzip von WholeWorldBand ist einfach: jeder Musiker kann ein Video mit einem Take aufnehmen und im Internet bereitstellen. Nun können andere Musiker ihren Beitrag dazu aufnehmen und dazustellen und nach und nach entstehen neue Tracks in ganz unterschiedlichen Versionen. Die Software wird von Wholeworldband bereitgestellt und vereint Video und Audio und ermöglicht so eine ganz neue Erfahrung mit der Musik. Während man früher eine Band in der Schule mit ein paar Freunden gegründet hat, ermöglicht WholeWorldBand Musiker auf der ganzen Welt zusammen zu führen.

Und es soll nicht nur beim Spaß bleiben: ein wichtiger Teil von WholeWorldBand besteht darin, den Künstlern neue Einnahmequellen zu erschliessen. So ist WholeWorldBand nicht kostenlos, sondern wir zum Preis von 7,99 Euro im App Store verfügbar sein. Jeder Musiker legt fest, wie viele er teilen möchte von seinen Einnahmen.

Wann es los geht steht noch nicht fest "irgendwas zwischen morgen und nächstes Jahr" so Godley über den Stand seines Projekts beim Talk mit Steve Blame beim Reeperbahn Festival. Aber bereits jetzt gibt's ein Video, in der Godley das Prinzip von WholeWorldBand anschaulich erklärt. Mit dabei ist Rolling Stone Ron Wood.

Kevin Godley (Jahrgang 1945) gründete Ende der 60er Jahre in Manchester die Band 10cc, die mit "I'm Not In Love" oder "Dreadlock Holidays" Klassiker hinterlassen haben. Mit Gitarrist Lol Creme stieg er 1976 aus der Band aus und gründete Godley & Creme, die vor allem mit ihrem Video zu "Cry" 1985 kreative Maßstäbe gesetzt haben. Später produzierten sie gemeinsam Videos für Police, Frankie Goes To Hollywood oder Duran Duran.

1990 drehte Godley den Film "One World One Voice" das das Prinzip des kollaborativen Musikmachens bereits vorwegnahm. Beim Projekt dabei waren damals Künstler wie Sting, Peter Gabriel, Lou Reed oder Afrika Bambaataa.

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